Wie in anderen amerikanischen Städten mit russischen Gemeinschaften hatte Seattle ein reichhaltiges kulturelles Leben. Die Publikationen „Russische Felder“ und „Bulletin der Russischen Kolonie Seattle“ informierten die Bewohner regelmäßig über Ereignisse in der Welt der Kultur und Kunst und ermöglichten es, eine Chronik des kulturellen Lebens der Stadt zu erstellen. Zum Beispiel fand am 30. Januar 1937 im Women’s Century Club ein Abend zu Ehren von Puschkin statt, der nicht nur Russen, sondern auch andere Einwohner Seattles anzog.
Im November 1938 wurde nach dem Drehbuch von W.W. Sosnowski das musikalisch-vokale Stück „Fest in einem Russischen Dorf“ aufgeführt, bei dem jede Handlung von Szenen und Liedern begleitet wurde.
Die Familie Jelshiny trug ebenfalls erheblich zum kulturellen Leben Seattles bei. A.J. Jelshin, ein ehemaliger Generalmajor, entwarf 1938 ein Projekt für ein Denkmal-Kapelle zu Ehren der Kriegsbeteiligten auf dem Russischen Teil des Friedhofs in Seattle. Seine Frau, J.L. Jelshina, war dramatische Schauspielerin. Ihr Sohn, J.A. Jelshin, Maler und Ikonenmaler, wurde der erste und bekannteste Künstler Seattles. Er kam 1923 aus Shanghai in die Stadt und beschäftigte sich mit Malerei und Ikonenmalerei, indem er die Heilig-Nikolaus-Friedhofskirche, die nach dem Entwurf seines Vaters gebaut wurde, gestaltete. J.A. Jelshin stellte regelmäßig seine Werke im Seattle Art Museum aus und gestaltete die Post im örtlichen Universitätsgebäude.
Der Balalaika-Spieler S.V. Luzgin leistete einen großen Beitrag zur Popularisierung der russischen Musik in Amerika. 1947 zog er aus Europa in die USA und ließ sich in Seattle nieder. 1957 gründete er ein Balalaika-Orchester und veröffentlichte 1964 eine Schallplatte. Luzgin und sein Orchester tourten häufig und gaben Wohltätigkeitskonzerte in Kanada und den USA.
Und das ist bei weitem nicht die vollständige Liste von Namen und Nachnamen!
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