Nach verschiedenen Quellen beträgt die russische Diaspora hier zwischen 60.000 und 80.000 Menschen, weshalb man auf den Straßen oft russische Sprache hören kann. In der Stadt gibt es zahlreiche Unternehmen, wie Fahrschulen und Friseursalons, die von russischsprachigen Kanadiern betrieben werden. In Montreal gibt es fast zwanzig Geschäfte, in denen man für Russen gewohnte Produkte kaufen kann: Süßigkeiten der Fabrik "Roter Oktober", Lebkuchen, eingelegte Gurken und Buchweizen. Viele dieser Produkte werden in Amerika von Einwanderern aus der ehemaligen UdSSR hergestellt. In der Stadt erscheinen mehrere russischsprachige Zeitungen, es gibt einen russischsprachigen Fernsehsender und Radio. Zu Neujahr kann man im lokalen französischsprachigen Fernsehen eine Sendung sehen, in der ein russischer Koch ein Rezept für traditionelle Kulebyaka teilt. In der Provinz Quebec, wo 8 Millionen Menschen leben, gibt es sechs orthodoxe Gemeinden, von denen die Hälfte in Montreal ansässig ist.
Hier ist eine kleine Erzählung über das Leben von Emigranten in Kanada von ehemaligen Landsleuten: "In Kanada gibt es eine progressive Steuerstruktur, die die Einkommensunterschiede ausgleicht: Bei einem Einkommen von 25.000 wird keine Einkommensteuer erhoben, während bei einem Gehalt von über 100.000 fast die Hälfte einbehalten wird. Alle Beträge sind in kanadischen Dollar angegeben (ein kanadischer Dollar entspricht etwa 0,80 amerikanischen Dollar). Die Preise für Lebensmittel und Kleidung sind etwas höher als in den USA. Meiner Schätzung nach gibt eine durchschnittliche Familie mit vier Personen zwischen 1.000 und 2.000 pro Monat für Lebensmittel aus. Die Mietpreise variieren stark je nach Stadt. In Ottawa kann man eine Drei-Zimmer-Wohnung (mit zwei Schlafzimmern) für 1.200 bis 1.500 mieten; geräumigere Wohnungen oder Häuser kosten ab 1.500 und mehr. In Mehrfamilienhäusern können Heizung, Gas und Strom in der Miete enthalten sein. In Reihenhäusern und Einfamilienhäusern betragen diese Kosten 100 bis 200 Dollar pro Monat. Hausbesitzer haben auch zusätzliche Ausgaben: Hausversicherung, Grundsteuer, Reparaturen und andere."
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