In der Stadt leben etwa 600.000 Russischsprachige, was sie zum größten Zentrum der russischsprachigen Bevölkerung an der Westküste der USA macht. Hier engagiert sich die russische Gemeinschaft, bestehend aus Ärzten, Schauspielern, Ingenieuren und Führungskräften privater Unternehmen, aktiv im kulturellen und gesellschaftlichen Leben. In der Stadt gibt es vielfältige Unterhaltungsmöglichkeiten: vom Tschechow-Theater bis zu Klezmer-Bands sowie russische Restaurants, Kindergärten, Zeitungen, Schulen und Clubs.
Die Schriftstellerin und Emigrantin aus Russland, Elvira Baryakina, teilt ihre Eindrücke: „In den russischen Geschäften findet man alles, was die Auswanderer aus der ehemaligen UdSSR erfreut: Zefir, Bananen, Sonnenblumenkerne, gefrorene Pfifferlinge, Pelmeni, eingelegte Gurken, getrocknete Huflattich, eingelegte Heringe in Dosen, Wurst und Schokoladensüßigkeiten. Viele Produkte, die eine Zertifizierung erfordern, werden in den USA und Kanada hergestellt, daher unterscheidet sich unser „Bär im Norden“ von eurem. Meiner Meinung nach erinnert unser Kleines Russland an eine Mischung aus Odessa zur Zeit von Benja Krik und den russischsprachigen Vierteln Israels. Doch die kyrillischen Buchstaben auf den Schildern und die offensichtlichen Spuren der sowjetischen Vergangenheit machen Kleines Russland zum Symbol von Großem.“
Im West Hollywood befindet sich das Viertel Kleines Russland, wo die russischsprachige Bevölkerung von Los Angeles konzentriert ist und etwa 14% der Einwohner ausmacht. Die Produzentin Tatjana aus Russland berichtete über die finanziellen Aspekte des Lebens: „Die Miete für ein kleines Zimmer beträgt 500-600 Dollar, und eine Wohnung ab 1200 Dollar und mehr. Die Rechnungen für die Wohn- und Nebenkosten kommen alle zwei Monate und belaufen sich auf etwa 150 Dollar. Die Bewohner von Los Angeles sparen erheblich bei der Heizung, da diese nicht benötigt wird.“
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