Der Umzug an einen neuen Ort ist immer mit Schwierigkeiten verbunden, aber viele Russen bleiben lange in Atlanta. Hier erzählt der Student Andrei, der aus Tscheljabinsk gezogen ist: „Einige klagen über Arbeitslosigkeit und behaupten, dass es fast unmöglich sei, einen Job zu finden. Das ist nicht wahr. Man kann innerhalb eines Tages einen Job finden, wichtig ist, nicht die Hände in den Schoß zu legen. Mein erster Job, den ich innerhalb von 24 Stunden fand, war als Kassierer bei Dunkin' Donuts. Neben dem Mindestlohn und einer geringen Anzahl an Arbeitsstunden waren die Boni schlechter Kaffee und ein Sandwich zum Mittagessen. Schon eine Ersparnis! Außerdem konnte man mit inoffizieller Genehmigung des Managers am Ende der Schicht das ganze unverkaufte Essen mitnehmen. Am Ende brachte ich Kilogramm Leckereien nach Hause, und am Morgen warteten 12 schläfrige Studenten auf fast frische Brötchen. Das Essen ist nicht das gesündeste, aber dafür kostenlos. Bald, als es unerträglich wurde, nur von Donuts zu leben, organisierte ich einen Tausch mit der Kassiererin aus dem benachbarten McDonald's, die es auch leid war, nur Nuggets zu essen. Fazit: Willst du leben, musst du dich drehen.“
Das Leben in Georgia hat jedoch seine Besonderheiten. Einwanderer aus Minsk teilen ihre Eindrücke: „Das erste Haus, das wir gemietet haben, hatte eine Fläche von etwa 200 Quadratmetern, mit vier Schlafzimmern und drei Toiletten. Es kostete uns 1000 Dollar im Monat, ohne Nebenkosten. Beim Kauf eines Hauses ist die Küche bereits mit Geräten ausgestattet: In unserem Fall war es ein Kühlschrank mit 800 Litern, eine Geschirrspülmaschine, ein selbstreinigender Herd und ein Müllzerkleinerer in der Spüle. Das Haus gefiel uns sehr, aber die Kinder sind größer geworden und mussten zur Schule. In Amerika sind öffentliche Schulen an den Wohnort gebunden, und ein Schulwechsel ist strengstens verboten, selbst wenn eine andere näher am Haus ist. Bei der Einschreibung in die Schule müssen Dokumente vorgelegt werden, die die Wohnadresse bestätigen.“
Nicht alle Russen können sich an das lokale Englisch gewöhnen. In Georgia spricht man mit einem charakteristischen Südstaatenakzent, was das Verständnis erschwert. Zum Beispiel fragt man statt How are you? oft How are y’all doing? Beachten Sie diese Besonderheit.
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