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Russische Volkskostüme aus dem Dorf Bolschaja Ischmora

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Russische Volkskostüme aus dem Dorf Bolschaja Ischmora im Kerenker Kreis der Provinz Penza, das heute zum Bezirk Semettschino gehört, gelten als eines der besten in der Sammlung des Penza Heimatmuseums. Diese Kostüme wurden dank einer ethnografischen Expedition, die während des Bürgerkriegs durchgeführt wurde, gesammelt und erhalten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gerieten traditionelle Kopfbedeckungen allmählich aus der Mode, und Frauen begannen, sie durch festliche Tücher zu ersetzen. Bereits damals erkannten Forscher, dass sie verschwindende Phänomene des Volklebens studierten. Das traditionelle Bauerndress, das in der tiefen Antike geschaffen wurde, demonstrierte nicht nur den Reichtum, das Können und den künstlerischen Geschmack der Trägerin, sondern wies auch auf ihr Alter, ihren Familienstand und ihren Wohnort hin. Jedes Detail hatte seine Bedeutung und einen streng durch die Tradition festgelegten Platz im Outfit der russischen Bäuerin.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Kopfbedeckung junger Mädchen gelegt. Diese wurde besonders sorgfältig geschmückt, wobei seltene Materialien wie Seide, Borte und goldene Stickerei verwendet wurden. Unter den von Ethnografen gesammelten Kleidungsstücken stechen die weiblichen Kopfbedeckungen „Wenets“ hervor. Diese prächtige Kopfbedeckung betonte und verherrlichte das Mädchen, das bereit für die Ehe war, und wurde mit innen angenähten Bändern aus Seidenbändern gehalten. Der Gang des Mädchens in einer solchen Kopfbedeckung wurde geschmeidig und schön, da ruckartige Bewegungen zu ihrem Fallen führen konnten.

Nach der Heirat wurde der Braut während des Hochzeitsrituals eine neue Kopfbedeckung, die „hörnerne Kitschka“, aufgesetzt. Diese Kopfbedeckung war alltäglich und wurde in verschiedenen Situationen getragen: bei der Arbeit auf dem Feld, zu Besuch, in der Kirche und an anderen Orten. Die festlichen Hörner wurden in der Volkstradition als Schutzsymbol angesehen, das Lebensenergie und Fruchtbarkeit symbolisierte.

Im Laufe der Zeit wurden solche Kopfbedeckungen immer seltener getragen, und Mädchen begannen häufiger, Tücher zu binden. Daher stellen heute „Kitschkas“ und „Wenets“ einen einzigartigen ethnografischen Wert dar.

Geo-Punkt

Русские народные костюмы из села Большая Ижмора

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