Im sowjetischen Zeitraum wurde die alte krimtatarische Stadt Balaklawa als eine der Basen der Schwarzmeerflotte geheim gehalten, und ihre alten Gebäude blieben unbeaufsichtigt und zerfielen allmählich bis zum Zerfall der UdSSR. Erst in unserer Zeit begannen Heimatforscher aktiv über die zahlreichen architektonischen Denkmäler zu sprechen, von denen einige bereits in einem halbzerfallenen Zustand sind. Eines dieser teilweise verlorenen Objekte ist das Jagdhaus, das dem Fürsten Felix Jussupow gehörte, der für seine Rolle bei der Ermordung Rasputins bekannt ist.
Die Geschichte des Aufenthalts der Romanows und anderer adliger Familien des Russischen Kaiserreichs in der Krim ist voller interessanter Ereignisse und architektonischer Denkmäler. Felix Jussupow hinterließ ebenfalls seine Spuren, indem er an der Küste des Schwarzen Meeres ein Jagdhaus baute, das trotz seines Namens nie zur Jagd genutzt wurde. Aus den Fenstern des Hauses bot sich ein faszinierender Blick auf die Bucht und die Berge. Jussupow liebte es, in der Krim zu sein, aber genau in diesem Haus lebte er. Doch die Geschichte dieses prächtigen Anwesens und seines Besitzers endete schnell. Im Jahr 1917, nach zwei Revolutionen, war der Fürst gezwungen, Russland zu verlassen und sah seine krimtatarischen Häuser sowie seine Moskauer und Petersburger Anwesen und viele seiner Angehörigen, die in den Jahren des roten Terrors ums Leben kamen, nie wieder.
Das Haus in Balaklawa wurde Zeuge blutiger Vergeltungen gegen Offiziere und anderer Grausamkeiten, die von "revolutionären" Matrosen und Soldaten begangen wurden. In den folgenden Jahrzehnten verfiel das Haus allmählich und erinnert heute an ein Bauwerk aus römischer Zeit. Erst in den 90er Jahren erhielt es den Status eines geschützten Objekts in der Ukraine, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr, und sein Status in Russland ist bis heute nicht definiert.
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