In Rostow am Don, an der Kreuzung der Puschkin-Straße und der Zeitungs-Gasse, steht das Denkmal «Glocke». Der Name des Autors ist unbekannt, aber das Denkmal ist klein und zieht dennoch die Aufmerksamkeit auf sich. Die Skulptur steht auf einem Sockel aus rotem Granit, dessen Form sanft in die Konturen einer Glocke übergeht. Auf der Vorderseite des Denkmals ist eine metallene Tafel mit historischen Informationen angebracht.
Diese unscheinbare Skulptur trägt eine tiefe Bedeutung in sich. Vor der Revolution gab es hier zahlreiche Schmieden und Werkstätten, und die Straße hieß Kutschenstraße. Später wurde an diesem Ort eine Fabrik für Kupferwaren gegründet, die von dem Rostower Vasilenko ins Leben gerufen wurde, und ab 1857 kam eine Glockenfabrik hinzu. Das Unternehmen florierte und erhielt Auszeichnungen bis zur Revolution. Doch im Jahr 1920, als die Bolschewiken Rostow am Don endgültig eroberten, begann die massenhafte Schließung und Zerstörung von Kirchen. Unter diesen Bedingungen hörten die Werkstätten für das Gießen von Glocken auf zu existieren. Heute bleibt von der Glockenfabrik nur ihre ruhmreiche Geschichte und dieses Denkmal.
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