← Zum Feed · Karte

Russische Dukhoboren in Kanada

Фото 1
Im Westen von British Columbia liegt die Stadt Castlegar, umgeben von für Kanada ungewöhnlichen Siedlungen. Sofort erkennt man nicht, woher hier die Hütten mit den schrägen Dächern, Scheunen und Gebetshäusern stammen. Auch die Bewohner wirken ungewöhnlich: Sie sprechen einen alten Dialekt und verwenden veraltete Wörter wie "užo", "pokuda", "djuže", "daveča", "vestimo". Sie sind Nachkommen der russischen Dukhoboren, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Kanada emigrierten, um religiösen Verfolgungen zu entkommen.

Die Dukhoboren lehnen kirchliche Riten ab und glauben, dass der Geist Gottes in jedem Menschen gegenwärtig ist. Sie haben ihren traditionellen Lebensstil bewahrt: Frauen tragen Sarafane und weiße Tücher, während die Männer handgenähte Kosovorotkas aus Hanf tragen. In ihren Häusern sieht man Holzschränke, Wollteppiche, alte Ikonen und Porträts der Vorfahren. Sie beten oft im Freien und stellen vor dem Gottesdienst einen Holztisch mit Wasser, Brot und Salz auf, Symbole für Arbeit und friedliches Leben.

Die Dukhoboren sind fleißige und unternehmerische Menschen. Viele arbeiten auf Farmen, in der Forstwirtschaft oder besitzen Geschäfte in benachbarten Städten und Dörfern. In Kanada genießen sie Respekt. Sie haben eine Gemeinschaftskasse, mit der die russischen Emigranten ein Museum und ein Kulturzentrum gebaut haben. Außerdem geben sie seit über 70 Jahren die Zeitschrift "Iskra" in russischer Sprache heraus.

Geo-Punkt

Российские духоборы в Канаде

Kommentare