Der weltweit bekannte Reglanärmel ist eng mit den Ereignissen der Schlacht von Waterloo und dem Krimkrieg in Russland verbunden. Er erhielt seinen Namen zu Ehren von FitzRoy James Henry Somerset, besser bekannt als Lord Raglan. Dieser Feldmarschall und Militärführer der englischen Truppen machte sich nicht nur durch militärische Verdienste einen Namen, sondern hinterließ auch einen Fußabdruck in der Modegeschichte.
Im Jahr 1815, während der Schlacht von Waterloo, wurde Lord Raglan schwer verwundet und verlor seinen rechten Arm. Aufgrund der langsam heilenden Wunde verursachte das Tragen von Kleidung mit einem normalen Armloch Schmerzen durch scheuernde Nähte. Daraufhin wandte sich der Feldmarschall an einen örtlichen Meister, der einen neuen Schnitt für den Ärmel vorschlug, der direkt am Kragen begann. Der Ärmel wurde zusammen mit dem Vorder- und Rückenteil zugeschnitten, wodurch eine Einheit entstand, und die Schulternaht fehlte. Ein solches Kleidungsmodell war für Lord Raglan nach der Amputation am bequemsten.
Während des Krimkriegs von 1853-1856 wurde der Reglanärmel in der Kleidung der englischen Soldaten weit verbreitet. Das Wetter auf der Krim war launisch und regnerisch, weshalb der Reglan bei den Soldaten beliebt wurde. Das Fehlen der Naht verhinderte das Eindringen von Wasser unter die Kleidung und sorgte für Komfort.
Das Leben von Lord Raglan endete in Russland, er starb 1855 an Cholera bei Sewastopol. Der Reglanärmel, der von einem unbekannten russischen Meister entworfen und nach dem englischen Feldmarschall benannt wurde, erlangte weltweite Anerkennung und bleibt einer der praktischsten und bequemsten. Seitdem hat sich die Technologie seiner Herstellung kaum verändert. Heute wird der Reglan sowohl in der Militäruniform als auch in der Alltagskleidung verwendet, einschließlich T-Shirts, Pullovern, Sweatshirts und Kleidern.
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