Das Regionalmuseum Nord-Priiladschja, gelegen in der Stadt Sortawala, ist ein Heimatmuseum, das für alle, die sich für die Geschichte dieser Region interessieren, einen Besuch wert ist.
Das Museum wurde 1992 gegründet, und seine ersten Exponate kamen aus dem Walaam-Staatlichen Museum für Natur und Geschichte. Die Grundlage der Sammlung bildeten 2000 verschiedene Objekte, die mit der Geschichte und dem Alltag der Region verbunden sind. Im Laufe der Zeit hat sich das Museum erheblich erweitert, und nun umfasst sein Bestand über 15.000 Exponate, darunter Malerei, Grafik, Numismatik, Bücher und Dokumente. Auch geologische Exponate, die von Fachleuten gesammelt wurden, wurden zur Sammlung hinzugefügt. Im Jahr 2007 wurde dem Museum der Name des Sortawalaer Heimatforschers T. A. Hakkarainen verliehen.
Das Museum befindet sich in einem Gebäude, das als Stadtvilla des Arztes Winter bekannt ist, welches ein architektonisches Denkmal ist und 1903 erbaut wurde. Die Planung des Gebäudes wurde den Spezialisten des Wyborger Architekturbüros E. Gustavson und A. Schulman anvertraut.
Die aus Holz errichtete Villa hat die historische Raumaufteilung und die Fassaden bewahrt. Viele Touristen bewundern zunächst die Verzierungen von der Straße aus und entscheiden sich dann, das Museum zu besuchen. Das Haus ist reich mit Holzornamenten dekoriert, darunter sind Darstellungen von Adlern, Walen und anderen Tieren sowie zahlreiche pflanzliche Motive zu sehen.
Das Gebäude wurde für den ersten Besitzer der Villa in einer Zeit erbaut, als Sortawala eine finnische Stadt war. Gustav Winter, ein bekannter Chirurg und öffentliche Persönlichkeit Finnlands, verkaufte die Villa 1920 an die Stadt. Seitdem beherbergte sie verschiedene Einrichtungen: zunächst ein Restaurant, dann eine Schule. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in der sowjetischen Zeit, befand sich in der Villa ein Pionierhaus, und ein Teil der Räume wurde als Wohnungen genutzt. Nach einem Brand im Haus war fast 40 Jahre lang ein Kindergarten untergebracht. Trotz des häufigen Eigentümerwechsels ist das Haus in gutem Zustand erhalten geblieben, was als wahres Wunder betrachtet werden kann.
Im Regionalmuseum Nord-Priiladschja gibt es eine ständige Ausstellung, die es ermöglicht, die Geschichte der Region von den frühesten Zeiten an kennenzulernen. Die frühesten Exponate stammen aus einer Zeit vor etwa 2 Millionen Jahren. Das Museum nimmt weiterhin interessante Objekte von der Bevölkerung entgegen, die mit Karelien verbunden sind, und die wissenschaftlichen Mitarbeiter suchen aktiv nach Exponaten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Um einen umfassenden Eindruck von der Geschichte der Region zu erhalten, wird empfohlen, an einer Führung durch das Museum teilzunehmen, die sowohl für Gruppen als auch individuell gebucht werden kann. Die Mitarbeiter des Museums führen auch geführte Spaziergänge durch Sortawala durch, bei denen man von einem erfahrenen Heimatforscher über die Stadt hören kann.
Neben der ständigen Ausstellung organisiert das Museum temporäre Ausstellungen, auf denen seltene Objekte aus den Beständen gezeigt werden, die normalerweise nicht zur Ansicht verfügbar sind.
Im Museum gibt es einen kleinen Souvenirladen, in dem man etwas als Andenken an Sortawala erwerben kann. Es sind nicht nur Souvenirs, sondern auch Bücher im Angebot.
Die Ausstellung des Museums umfasst drei Hauptthemen: Natur, Geschichte und Menschen der Region. In seiner Geschichte war Sortawala sowohl schwedisch als auch finnisch, was in den Räumen des Museums reflektiert wird. Hier sind die Rüstungen schwedischer Krieger und Alltagsgegenstände finnischer Bauern ausgestellt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Mineraliensammlung „Steinerne Schlüssel von Sortawala“, die mehr als vierhundert Gesteinsproben umfasst. Darunter ist der Sortawalit, benannt nach der Stadt, sowie der Ruskelaer Marmor und der Serdobol Granit.
Im Museum finden regelmäßig Vorträge statt, in denen die wissenschaftlichen Mitarbeiter nicht nur über die Geschichte von Sortawala, sondern auch über viele Siedlungen des Nord-Priiladschja, wie Värtsilä, Ljäskelä, Ruskela und Puikkola, berichten. Die Vorträge können sowohl mit Einzel- als auch mit Abonnementkarten besucht werden.
Das Museum organisiert auch thematische Feste. Zum Beispiel zieht die Aktion „Nacht im Museum“ jährlich Geschichtsinteressierte nicht nur aus Sortawala, sondern auch aus anderen Städten an.
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