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Rauchfus Karl Andrejewitsch

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Ärzte werden oft als "Menschen in weißen Kitteln" bezeichnet, obwohl dies ein relativ neues Phänomen in der Medizin ist. Der erste, der weiße Kittel für Ärzte und medizinisches Personal in Russland einführte, war Dr. Karl Andrejewitsch Rauchfus. 1869 führte er sie in einem Kinderkrankenhaus in St. Petersburg ein, wo er Direktor und Chefarzt war. Das unter seiner Leitung auf Geheiß von Prinz P. Oldenburg gebaute Krankenhaus wurde im selben Jahr eröffnet und besteht bis heute, seit 1919 trägt es den Namen Rauchfus. 1876 erhielt es das Ehren-Diplom auf der Brüsseler Internationalen Ausstellung, und 1878 die Große Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris. Der Moskauer Generalgouverneur Fürst V.A. Dolgorukow lud Rauchfus ein, ein ähnliches Krankenhaus in Moskau zu gründen, und 1876 wurde das Kinderkrankenhaus St. Wladimir eröffnet, das zum Vorbild für andere wurde.

Im selben Jahr 1876 wurde die Position des Leibarztes für Kinder am Kaiserlichen Hof eingerichtet, die Rauchfus als Erster innehatte und die königlichen Kinder behandelte. Er versuchte, gegen die Hämophilie des Thronfolgers Alexei Nikolajewitsch zu kämpfen, jedoch ohne Erfolg.

Tragischerweise starb Rauchfus' einziger Sohn in jungen Jahren an tuberkulösem Meningitis.

Rauchfus war einer der ersten russischen Kinderärzte, ein bekannter Kliniker und Organisator der Medizin, der weltweit anerkannt wurde. 1894 erhielt er das Angebot, den Lehrstuhl für Kinderkrankheiten an der Universität Berlin zu übernehmen, zog es jedoch vor, in Russland zu bleiben. Er genoss ein enormes moralisches Ansehen unter Kollegen und in der Gesellschaft. Über seine Arbeit sagte er: "Die Sorgen der Mutter und das Schicksal des Kindes gaben meiner gesamten Tätigkeit einen idealen Inhalt, der das Glück meines Lebens ausmachte."

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