Alexander Alexandrowitsch Porochovschikow (1833, 1918) war ein herausragender russischer Unternehmer, Bauunternehmer, Publizist, Verleger, Mäzen und gesellschaftlicher Akteur.
Dieser Mensch hat, ohne Übertreibung, seine Zeit um ein ganzes Jahrhundert übertroffen. Dank seiner Bemühungen hat sich Moskau verwandelt und ist heller und farbenfroher geworden. Unter seiner Leitung wurden prächtige Hotels, Restaurants und Handelsreihen errichtet, sowie eine Rekonstruktion historisch-kultureller Objekte im Kreml und in der Chinesischen Stadt durchgeführt. In dieser Zeit baute er den Hotelkomplex „Slawjanischer Basar“ und bestellte im Rahmen der Idee der slawischen Bruderschaft bei Ilja Repin das Gemälde „Versammlung russischer, polnischer und tschechischer Komponisten“. Die feierliche Eröffnung des „Slawjanischen Basars“ fand am 10. Mai 1872 statt. Unter den präsentierten Objekten war der Konzertsaal „Russische Kammer“, der im nationalen Stil gestaltet war, und im großen Saal hing das Gemälde von Repin „Slawische Komponisten“. Porochovschikow träumte davon, Moskau zu einer der besten Städte der Welt zu machen, wobei er auf den Komfort seiner Bewohner achtete. In der Zeitung „Russisches Blättchen“ sagte er: „Ich stelle mir das zukünftige Moskau als die größte und schönste Stadt der Welt vor. Mein Projekt besteht darin, die Vororte Moskaus zu besiedeln. Stellen Sie sich den Petrowski-Park, die Sperlingsberge, Sokolniki, Butyrki vor, bebaut mit 5-stöckigen Gebäuden von 50 bis 100 Sazhen Länge. In den Kellern werden Märkte mit Kellern und Eiskellern untergebracht sein. Von dem zentralen Punkt dieses Marktes werde ich ein Telefon in jede Wohnung und jedes Haus des Bezirks legen. Das Telefon wird das Hauptmerkmal meines Projekts sein, das Annehmlichkeiten und eine Senkung der Lebenshaltungskosten gewährleistet.“ Porochovschikow war ein großer Bewunderer der russischen Kultur. Für ihn wurde ein Haus in Form einer Hütte gebaut: ein Holzgebäude mit geschnitzten Fensterrahmen und einer Lichtkammer. Das Projekt des Hauses erhielt 1873 einen Preis auf der Weltausstellung in Wien.
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