Nikolai Ivanovich Pirogov (13. November 1810, Moskau, 23. November 1881, Dorf Wischnja, heute in der Stadtgrenze von Winnyzja, Podolien) war ein herausragender russischer Chirurg, Wissenschaftler, Anatom, Naturforscher und Pädagoge. Er wurde Professor und schuf den ersten Atlas der topografischen Anatomie, legte die Grundlagen der russischen Militärfeldchirurgie und der russischen Anästhesieschule. Außerdem trug er den Titel eines geheimen Rates.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das Niveau der Feldchirurgie extrem niedrig, und fast ein Drittel der Soldaten und Offiziere starb an Verletzungen, selbst an leichten. Nikolai Pirogov leistete einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der weltweiten Chirurgie. Mit 22 Jahren erwarb er seinen akademischen Grad und nahm freiwillig an vier Kriegen teil, rettete Tausende von Leben und half vielen, wieder auf die Beine zu kommen. Zu seinen Errungenschaften, die auch heute noch relevant sind, gehört die Erfindung der topografischen Anatomie, die das Wissen der Chirurgen über den menschlichen Körper erheblich erweiterte. 1847 wurde Pirogov der erste Chirurg der Welt, der während einer Operation ätherische Narkose anwandte. Um die Patienten nicht zu gefährden, testete er die Narkose zunächst an sich selbst. Im Laufe seines Lebens machte Pirogov zahlreiche wichtige Erfindungen, darunter den Gipsverband, der bei Brüchen hilft. Diejenigen, die mit Brüchen zu tun hatten, wissen, dass Pirogov die Methode erfand, um Schmerzen zu lindern und die Genesung zu beschleunigen. Er wurde schnell als Chirurg bekannt, der nicht nur qualitativ, sondern auch zügig arbeitete. Zum Beispiel entfernte er einmal Steine aus der Blase eines Patienten in nur anderthalb Minuten. Dank seiner innovativen Methoden überlebten schwerkranke Patienten von Pirogov häufiger als bei anderen Ärzten. Er teilte aktiv sein neues Wissen mit der medizinischen Gemeinschaft.
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