Am 6. Februar wird der Gedenktag der seligen Ksenia von Petersburg gefeiert.
Ksenia von Petersburg, im weltlichen Leben bekannt als Ksenia Grigorjewna Petrowa, war eine orthodoxe Narren aus einer Adelsfamilie, die in Sankt Petersburg lebte. Über ihr Leben sind keine dokumentarischen Zeugnisse erhalten, und die ersten Aufzeichnungen über Volkslegenden über sie erschienen in den 1840er Jahren. Laut diesen Legenden wurde sie in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geboren, vermutlich zwischen 1719 und 1730. Ihr Vater hieß Grigori, der Name der Mutter ist unbekannt. Im reifen Alter heiratete Ksenia den Hofsänger Andrei Fjodorowitsch Petrow. Sie lebten in Sankt Petersburg in einem Haus, das später nach ihrem Mann „Andrei Petrow“ benannt wurde. An dieser Stelle steht jetzt die Kirche der Heiligen Ksenia von Petersburg.
Nach dem unerwarteten Tod ihres Mannes wählte die 26-jährige Ksenia den Weg des Narren, um weltliche Werte zu kritisieren. Sie gab das Haus ihres Mannes einer ihrer Bekannten, begann seine Kleidung zu tragen, antwortete nur auf seinen Namen und behauptete, dass er lebendig sei, während Ksenia gestorben sei. Als die Kleidung ihres Mannes abgetragen war, begann sie, eine rote Bluse und einen grünen Rock oder umgekehrt zu tragen, und an ihren baren Füßen hatte sie zerrissene Schuhe. Man bot ihr warme Kleidung und Schuhe an, aber sie lehnte ab.
Almosen nahm Ksenia nicht an, sie nahm nur Kupfermünzen, die sie dann an andere verteilte. Ihre Tage verbrachte sie damit, durch die Straßen von Petersburg zu wandern, manchmal besuchte sie Bekannte, aß bei ihnen zu Mittag und sprach mit ihnen. Lange Zeit blieb es ein Geheimnis, wo sie übernachtete. Später stellte sich heraus, dass sie die Nächte im Feld verbrachte, betend auf den Knien bis zum Morgengrauen und sich in alle Richtungen verbeugend.
Darüber hinaus trug Ksenia nachts Ziegel für den Bau der Kirche auf dem Smolensk-Friedhof. Sie sagte den Tod von Kaiserin Elisabeth Petrowna und von Ioann Antonowitsch voraus. Dank ihrer Gabe der Weissagung half sie den Menschen in ihren Lebensangelegenheiten und der Rettung der Seele. Besonderes Wohlergehen begleitete diejenigen, denen sie etwas schenkte.
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