Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Waffenfabrik des Kaufmanns Iwan Fjodorowitsch Petrow eine der größten im Land, und ihre Produkte waren im Ausland sehr gefragt. Iwan Fjodorowitsch begann seine Karriere im Iwseker Werk als einfacher Mechaniker und schloss dort die Waffenfabrikschule ab. Nachdem er ein qualifizierter Fachmann geworden war, beschloss er, ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Die Fabrik von Petrow stellte hauptsächlich Jagdgewehre her. Genau in Iwsek wurde das erste russische großkalibrige Schrotgewehr für die Jagd auf Wasservögel, bekannt als "Entenflinte", entwickelt. Es war teuer, aber amortisierte sich schnell, da sein Wirkungsbereich fast 100 Meter betrug und man mit einem Schuss mehr als ein Dutzend Vögel erlegen konnte.
Später begann Iwan Fjodorowitsch, im Ausland die Gewehre von Krnka und Berdan zu erwerben, die in glatte Jagdgewehre für die Jagd auf große Tiere wie Bären, Walrosse, Wölfe und Elche umgebaut wurden. Im Geschäft der Fabrik wurden auch Damenpistolen, Revolver, Pulver, Patronen und verschiedene Jagdzubehör verkauft.
Das Unternehmen von Petrow florierte und expandierte schnell. Bis 1914 arbeiteten mehr als 300 Menschen in der Fabrik. Der Kaufmann war oft bemüht, die besten Meister und Waffenspezialisten abzuwerben, war jedoch streng bei der Arbeit: Er bestrafte für ungepflegte Maschinen, Rauchen, Verspätungen und Mängel. Gleichzeitig behandelte er die Mitarbeiter väterlich, half im Krankheitsfall, gab Geld für Hochzeiten und unterstützte beim Erwerb von Wohnraum.
Iwan Fjodorowitsch tat auch viel für seine Heimatstadt Iwsek. Mit seinen Mitteln wurden ein Entbindungsheim, zwei Kirchen gebaut, und er finanzierte den Bau der örtlichen Eisenbahn. Doch im Februar 1917 brach alles zusammen, und ein Jahr später wurde die Fabrik nationalisiert. Petrow bot den Behörden an, ihn zumindest als Hausmeister in der Fabrik zu belassen, aber ihm wurde befohlen, Iwsek zu verlassen. Seine letzten Tage verbrachte der einst wohlhabende Kaufmann in völliger Armut in einer der Wohnkommunen Moskaus.
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