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Penaten von Ilja Repin

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Im Jahr 1899 ließ sich ein bekannter Künstler in einem der finnischen Dörfer in der Nähe von Sankt Petersburg nieder. Seine kreative Natur verlangte nach Ruhe und Abgeschiedenheit für die Arbeit an seinen Gemälden, aber auch die Nähe zur russischen Hauptstadt war ein wichtiger Faktor. Daher wählte er ein kleines Grundstück am Finnischen Meerbusen im Dorf Kuokkala.

Die alte Datscha hat viel erlebt, beeindruckt aber bis heute die Besucher mit ihrer ungewöhnlichen Architektur. Fans des Künstlers kommen hierher, um mehr über sein Leben zu erfahren.

Im Jahr 1899, nach langen Suchen, erwarb Ilja Jefimowitsch Repin ein Grundstück am Ufer des Finnischen Meerbusens. Die Schönheit der nordischen Natur inspirierte ihn zu seiner Kreativität. Das Grundstück war klein, nur 2 Hektar, aber es reichte aus, um an der Stelle einer Brachfläche einen Park mit Alleen, Teichen und Repins Haus, das mit Schnitzereien geschmückt war, zu schaffen.

Das Anwesen erhielt den Namen „Penaten“ zu Ehren der römischen Schutzgötter. Repin widmete der Planung des Parks Aufmerksamkeit, während das Haus chaotisch gebaut wurde, damit der Hausherr bequem arbeiten konnte.

Nach dem Kauf des Grundstücks begann der Bau. Das erste Bauwerk waren die geschnitzten Tore. Repin und seine Frau Natalja Nordmann ließen sich hier dauerhaft nieder.

Der Park des Anwesens ist einen Besuch wert für alle, auch für diejenigen, die von Repins Kreativität weit entfernt sind. Die ungewöhnliche Planung und die Bauwerke ziehen Touristen an. Im Jahr 1906 entstand im Park der Homerplatz mit einer Bühne. Die Puschkin-Allee führte zu einem Aussichtsturm, von dem aus man einen Blick auf die Bucht hatte. Hier gab es Alpenhügel, Brücken und Pfade.

Viele Bauwerke des Parks sind nicht erhalten geblieben. Repin liebte Gäste, was zu einer Trennung von seiner ersten Frau Wera Alexejewna führte, die von der lauten Gesellschaft müde war.

Im Park gibt es einen artesischen Brunnen und einen Teich mit Seerosen. Im Winter wurde hier Schlittschuh gelaufen und Schneeballschlachten gespielt. Die Planung des Anwesens wies auf seine unterhaltende Rolle hin. Repin ist hier begraben, sein Grab ist erhalten geblieben und restauriert.

Das Haus von Repin und Nordmann überrascht ebenfalls. Die Gäste gelangten in eine Diele mit einem kupfernen Gong, der aus Paris gebracht wurde. Hier kann man einen Koffer und die Spazierstöcke des Künstlers sehen.

Repins Arbeitszimmer war ungewöhnlich, mit einem großen Fenster, das in den Garten führte. Im Raum standen ein Schreibtisch und Regale mit Büchern. Hier wurde das kreative Chaos nachgebildet.

Das Wohnzimmer war der Ort für Treffen mit Gästen, wo Mittagessen und Vorträge stattfanden. Repin und Nordmann strebten an, eine Volkshochschule zu schaffen. Im Sommer versammelten sich die Gäste im Garten, im Winter im Wohnzimmer.

Mittwochs fanden im Anwesen Treffen statt, die von allen Interessierten besucht werden konnten. Die Idee stammte von Nordmann, die die Zusammenkünfte leitete.

Die Winterveranda, oder „Veranda der Büsten“, war einer der ersten Anbauten des Hauses. Hier kann man die Büsten von Pirogow, Tolstoi und Repin sehen.

Das Esszimmer ist mit Arbeiten des Künstlers geschmückt. Das Hauptmerkmal war ein Tisch mit einem Drehmechanismus, damit die Gäste sich selbst bedienen konnten.

Eine enge Treppe führt in den zweiten Stock zum Atelier von Repin, das im russischen Stil gestaltet ist. Hier werden Skizzen und Zeichnungen aufbewahrt. Im Winteratelier standen drei Staffeleien, während das Sommeratelier für die Arbeit an sonnigen Tagen diente.

Im Kostümzimmer wurden die Kostüme für die Modelle aufbewahrt. Viele Kostüme wurden nach Repins Tod verkauft, aber einige kehrten ins Museum zurück.

Der Balkon über dem Arbeitszimmer diente Repin als Inspirationsquelle. Manchmal schlief er dort in einem speziellen Sack.

Das Haus von Repin war immer voller Gäste. Nach dem Tod von Nordmann wurden die Treffen einfacher. Im Jahr 1917 wurde Finnland unabhängig, und das Anwesen befand sich in einem anderen Land. Im Jahr 1940 wurde hier ein Museum eröffnet, aber während des Krieges brannte das Anwesen nieder. Nach dem Krieg wurde das Haus wiederhergestellt, und die Restauratoren rekreierten die Atmosphäre der Ateliers.

Heute ist das Museum-Anwesen „Penaten“ ein Denkmal des kulturellen Erbes und eine Filiale des Museums der Russischen Akademie der Künste. Hier finden Führungen und Ausstellungen statt, die sowohl Liebhaber als auch zufällige Besucher anziehen.

Geo-Punkt

Пенаты Ильи Репина

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