Am Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Geschäftsräume, die Graf I. I. Woronzow gehörten, dessen Sohn der Pate von A. S. Puschkin wurde, zum Ort der ersten modischen französischen Läden. Dies brachte der Kuznetski-Brücke den Ruf als die "französischste" Straße Moskaus.
Ein Jahrhundert später, im Jahr 1883, wurden die alten Gebäude nach dem Entwurf des Architekten A. A. Martynov mit einem verglasten Eisenbogen vereint. Hier befand sich der Passage des Metallwerks von Graf Franz San-Galli, das Kunstguss, Bauteile und Heizgeräte herstellte. Im Jahr 1896 wurde das Gebäude erneut umgebaut.
Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde im Mai 1915 das Geschäft während der antideutschen Pogrome verwüstet und geschlossen. An seiner Stelle beschloss der Bäcker N. D. Philipov, das Café "Pittoresk" zu eröffnen, dessen Gestaltung junge Künstler wie Georgij (Georges) Jakulov, V. Tatlin, A. Osjormkin und andere mitgestalteten. Das Hauptthema der Malerei war ein Motiv aus "Die Unbekannte" von A. Blok.
Das Café eröffnete im Januar 1918, in einer hungernden und kalten Zeit. Der Raum war nicht beheizt, und im Buffet wurden nur Buttermilch und Piroggen aus gefrorenen Kartoffeln angeboten. Trotz alledem traten hier Wladimir Majakowski und David Burliuk auf, und Wsewolod Mejerchold inszenierte "Die Unbekannte" von Blok.
Im Herbst 1918 ging das Café unter die Verwaltung der Theaterabteilung des Volkskommissariats und erhielt den Namen "Roter Hahn". Zu seinen Besuchern gehörten Sergej Jessenin, Nikolai Kljujew, Waleri Brusow und der Volkskommissar Lunatscharskij. Ein Jahr später wurde das Café geschlossen, und der Raum wurde wieder zu einem Geschäft. Eine Zeit lang befand sich hier der Verlag "Moskowskij rabotschij".
Seit 1930 wurde im Gebäude der Ausstellungsraum "Vsekohudschnik" eröffnet, der 1953 zum Moskauer Haus der Künstler wurde. Während des Großen Vaterländischen Krieges wurden hier Agitationsplakate "Fenster TASS" erstellt.
Im Jahr 2001, nach der Restaurierung, erhielt der Passage, der in den 1960er Jahren umgebaut wurde, sein vorrevolutionäres Aussehen zurück. Heute wird das Gebäude, das ein Objekt des kulturellen Erbes ist und dem Moskauer Haus der Künstler gehört, für Kunstausstellungen, Geschenkeshops, Ausstellungen und Märkte sowie für wohltätige Aktionen genutzt.
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