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Pashkovsky Boris Fyodorovich

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Koniec des Zweiten Weltkriegs

Die Alliierten der anti-hitlerischen Koalition zeigten ein gesteigertes Interesse an den deutschen Errungenschaften im Bereich der Atomwaffen. Die Geheimdienste aller Länder strebten nicht nur danach, wichtige wissenschaftliche Berichte und Dokumente zu erlangen, sondern auch die Wissenschaftler auf ihre Seite zu ziehen. Die größten Erfolge in diesem Bereich erzielte der amerikanische Agent Boris Pesh, dessen richtiger Name Boris Fyodorovich Pashkovsky war.

Er wurde 1900 in einer Familie eines orthodoxen Priesters geboren, besuchte das 12. Moskauer Gymnasium und schloss sich während des Bürgerkriegs den Weißen an, bevor er in die USA emigrierte. Dort trat er in die Armee ein und erhielt den Rang eines zweiten Leutnants. Bis 1943 arbeitete Boris Pesh (im Exil kürzte er seinen Nachnamen) im amerikanischen Geheimdienst und leitete die Alsos-Mission. Die Amerikaner versuchten herauszufinden, wie weit die Achsenländer bei der Entwicklung von Atomwaffen fortgeschritten waren.

Wertvolle Informationen mussten oft hinter der Frontlinie in Frankreich, Italien, Belgien und Deutschland beschafft werden. Unter Peshs Leitung entführten die Geheimagenten nicht nur die wichtigsten Berichte, sondern wiesen auch auf wertvolle Trophäen hin: Tausende Tonnen Uranerz. Später überzeugte Boris Fyodorovich, unter verschiedenen Vorwänden, zehn prominente Wissenschaftler, darunter sogar Nobelpreisträger, auf die Seite der USA zu wechseln. Dank ihrer Arbeiten wurde später die Bombe "Little Boy" entwickelt, die 1945 auf Hiroshima abgeworfen wurde.

Anschließend wandte sich Pesh der Tätigkeit gegen die UdSSR zu. Als Leiter der CIA Program Branch-7 beschäftigte sich Boris Fyodorovich mit subversiven antikommunistischen Aktivitäten, indem er Spione und Saboteure nach Osteuropa entsandte. Für den Fall einer sowjetischen Invasion in Österreich entwickelte er einen Plan für den Guerillakrieg und die Versorgung der Rebellen. Darüber hinaus bereitete Pesh einen Aufstand in Albanien vor, von dieser Idee zogen die Amerikaner jedoch später zurück. Boris Fyodorovich trat 1963 im Rang eines Oberst in den Ruhestand und wurde später in die Ruhmeshalle der militärischen Geheimdienste der USA aufgenommen. So verliefen die Schicksalswendungen eines russischen Emigranten!

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