Über der Stadt Pleven strahlt jetzt der friedliche blaue Himmel, und auf den Gesichtern der Bewohner leuchten fröhliche Lächeln, doch die Erinnerung an die Ereignisse der Vergangenheit lebt weiter, und niemand hat die Helden der Belagerung von Pleven vergessen. Zu Ehren der russischen und rumänischen Soldaten, die am Ende des 19. Jahrhunderts am Russisch-Türkischen Krieg teilnahmen, wurde ein Park geschaffen, der nach dem russischen General Michail Dmitrijewitsch Skobelew benannt ist.
Seit der feierlichen Eröffnung des Parks im Jahr 1904 ist er immer mit Menschen gefüllt. Einige kommen hierher, um der Vergangenheit zu gedenken, andere, um die Natur und die frische Luft zu genießen. Der Park von Pleven lässt niemanden gleichgültig. Am Haupteingang begrüßt die Besucher ein kleiner steinerner Obelisk, und im Inneren des Parks steht eine Büste des legendären Generals Skobelew. Die Hauptattraktion des Parks ist das Panorama-Museum „Pleven-Epos 1877“.
Das Panorama-Museum, wie auch der gesamte Skobeleva Park, ist der Befreiung Bulgariens von der osmanischen Herrschaft gewidmet. Seine Eröffnung war symbolisch zum hundertsten Jahrestag der Befreiung angesetzt. Das monumentale architektonische Bauwerk wurde von den lokalen Architekten Plamen Tsachev und Ivo Petrov entworfen, und an der Ausstellung arbeiteten 13 Künstler aus Russland und Bulgarien.
Das Museum besteht aus vier geräumigen Sälen. Im ersten Saal sind Gemälde ausgestellt, die die Ereignisse des Aprilaufstands in Bulgarien im Jahr 1876 und die Verteidigung von Shipka, einer der entscheidenden Schlachten des Russisch-Türkischen Krieges, darstellen. Der zweite Panoramasaal ist dem dritten Sturm auf Pleven am 11. September 1877 gewidmet, dessen dramatischer Moment auf einem riesigen Gemälde von 115 Metern Länge und 15 Metern Breite dargestellt ist. Der dritte Saal zeigt die Niederlage der türkischen Armee bei Pleven, und der vierte ist der Kapitulation von Osman-Pascha und dem Übertritt der russischen Soldaten über die Balkane im kalten Winter gewidmet.
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