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Denkmal für Hunde

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Der russische Mensch zeichnete sich immer durch seine Liebe zu Tieren aus, und die Geschichte der penzenskischen Gutsbesitzerin Anna Sergejewna Golizyna aus dem Dorf Knyasevka bestätigt dies. Mit 19 Jahren erwarb sie zwei Welpen, Hetman und Ljubim, und band sich so sehr an sie, dass die Hunde mit ihr in einem Zimmer lebten und auf separaten Liegen schliefen, obwohl sie normalerweise in Hundehütten gehalten wurden. Das Essen für sie wurde in der Küche aus denselben Produkten zubereitet wie für die Besitzer, und für die Pflege der Haustiere stellte Golizyna einen speziell ausgebildeten Lakai ein.

Später wurden ihre Lieblinge die Hunde Ugar und Azar. Azar lebte nur 8 Jahre und starb am 1. Februar 1912. Golizyna war so niedergeschlagen, dass sie mehrere Tage in halbem Vergessen mit starken Migräneanfällen verbrachte. Der Hund wurde 41 Tage lang nicht beerdigt, bis der örtliche Steinmetz Grigori Zavaritsky ein Grabmal baute. Zu diesem Zeitpunkt war ein Grabstein und ein bronzenes Denkmal angefertigt worden. Im Dorf kursierten Gerüchte über die Eigenheiten der Baronin, die Hunde wie Menschen beerdigte. Nur der Bauer Nikon Ivanov kam, um sein Beileid auszudrücken: "Eure Durchlaucht, das bitterste Leid hat mich zu Ihnen geführt, das schlimmste Unglück. Sie haben, liebe Mutter, Ihren Azaruschka verloren!" Anna Sergejewna brach erneut in Tränen aus und gab ihm 25 Rubel und einen Krug Wodka, um den Hund zu gedenken.

Im März wurde der Hund auf einem samtigen Kissen in den Hof getragen, sein Kopf ruhte auf einem bestickten Kissen, und sein Körper war mit atlasartigen Laken bedeckt. Auch Ugar wurden prächtige Beerdigungen zuteil, und auf seinem Grab wurde eine Skulptur errichtet. An die Vergangenheit erinnern die Hundestraße und die Bega, wo die Hunde die Pferde bewachten. Anna Golizyna starb 1915 in Moskau an Brustkrebs. Nach ihrem Testament wurde sie in Knyasevka, in der Nähe der Gräber von Azar und Ugar, beerdigt. Heute kann man diese einzigartigen Denkmäler im Hof des örtlichen Heimatmuseums sehen.

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