Im Sommer 2012 wurde in der beliebten Ferienstadt Taormina auf Sizilien ein Denkmal für den russischen Kaiser errichtet. Im Juni desselben Jahres erschien im zentralen Park von Taormina, die als das prestigeträchtigste Urlaubsziel der Insel gilt, ein Büste von Nikolaus II. Initiator der Errichtung war das Mitglied des Stadtrats Dino Papale, und die Idee stammte von der Stiftung für slawische Schrift und Kultur, unterstützt vom Zentrum für nationale Ehre und der Stiftung des heiligen Andreas.
Der Autor des Denkmals ist der Bildhauer Wjatscheslaw Klykow. Nikolaus II. und seine Frau Alexandra kamen oft nach Taormina zur Kur. Die frische Bergluft Siziliens hatte eine wohltuende Wirkung auf die Gesundheit ihres Sohnes, des Zarewitsch Alexei. Doch Nikolaus II. hatte in Italien nicht nur aus diesem Grund Verdienste.
Im Dezember 1908 ereignete sich in der Stadt Messina auf Sizilien ein starkes Erdbeben, das mehr als 70.000 Menschen das Leben kostete. Die Zahl der Opfer hätte noch höher sein können, wenn nicht die Hilfe russischer Seeleute gewesen wäre. Zu dieser Zeit führte eine russische Eskadra, bestehend aus den Panzerschiffen „Zarewitsch“ und „Slawa“ sowie dem Kreuzer „Admiral Makarow“, Übungen vor der Küste Siziliens durch. Die Gardemarine des Kreuzers „Admiral Makarow“ retteten die Bewohner von Messina, indem sie sie aus den Trümmern zogen. Bemerkenswert ist, dass im Kanal auch ein englischer Kreuzer stand, dessen Besatzung jedoch nicht eilte, den Opfern zu helfen. Erst nach einem Tag, also zwei Tage nach dem Erdbeben, schlossen sich die Engländer den Rettungsarbeiten an.
Den Befehl zur Hilfe für die Sizilianer gab Nikolaus II., der anordnete, den Italienern jede notwendige Unterstützung zukommen zu lassen. Genau dafür wurde ihm die Büste in Taormina errichtet. Nikolaus II. erkannte an, dass die russischen Seeleute in Italien in wenigen Tagen so viel geleistet hatten, wie er und seine Diplomaten in Jahren nicht hätten erreichen können.
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