Am 12. Mai 2013 wurde in Sankt Petersburg das Denkmal für den letzten russischen Kaiser Nikolaus II. und seine Frau Alexandra Fjodorowna eingeweiht. Das Denkmal wurde im Innenhof der Auferstehungskirche am Warschauer Bahnhof errichtet, anlässlich des 400-jährigen Bestehens des Hauses Romanow, des 145. Geburtstags von Nikolaus II. und des 95. Jahrestages der Tragödie von Jekaterinburg.
Der Initiator der Errichtung des Denkmals war der Abt der Auferstehungskirche, Archimandrit Sergij (Sturov). Die Autoren der Skulptur sind der Architekt Wjatscheslaw Buchaev, bekannt durch das Denkmal für die Opfer politischer Repressionen, und der Bildhauer Michail Perejaslawez, der eine Reihe bekannter Denkmäler in Russland geschaffen hat, darunter das Irkutsker Denkmal für Puschkin und das Moskauer Denkmal für den Mut der Fallschirmjäger im Zweiten Tschetschenienkrieg. Das Denkmal wurde ausschließlich aus Spenden ohne staatliche Unterstützung gefertigt.
Die bronzene Komposition des Denkmals zeigt Nikolaus II. und Alexandra Fjodorowna in dem Moment ihrer Eheschließung und symbolisiert nicht nur das Andenken an die Märtyrer, sondern auch die christliche Familie. Nikolaus ist in einer Husarenuniform dargestellt, und zwischen ihm und Alexandra befinden sich auf dem Sockel die königliche Krone, das Zepter und der Reichsapfel. In den Sockel des Denkmals ist ein mosaikartiges Ikonenbild der kaiserlichen Familie integriert, einschließlich des Zarewitsch Alexei und der großen Fürstinnen Olga, Tatjana, Maria und Anastasia.
Der Standort des Denkmals wurde nicht zufällig gewählt. Die Auferstehungskirche wurde von 1904 bis 1908 nach dem Entwurf des Akademikers Hermann Grimm und Gustav von Goli mit den Bemühungen der Allrussischen Alexander-Newski-Gesellschaft für Nüchternheit erbaut. Die Weihe der Kirche fand am 27. Dezember 1908 durch Metropolit Antonij (Wadkovski) statt. Die geheimen Spender für den Bau der Kirche waren Nikolaus und Alexandra.
Trotz der Berechtigung zur Errichtung des Denkmals erkannte das Petersburger Komitee für Stadtplanung und Architektur es als hässlich und abrisswürdig an, da es ohne Zustimmung der architektonischen Behörden errichtet wurde und angeblich das kulturell-historische Erscheinungsbild der Stadt schädigt. Das Können des Bildhauers Perejaslawez hat jedoch nie Zweifel geweckt, selbst außerhalb Russlands. In Deutschland wurde beispielsweise ein Denkmal für Katharina II. von ihm errichtet. Glücklicherweise hatte das Komitee keine realen Mechanismen, um seine Entscheidung durchzusetzen, und alle Angriffe wurden ignoriert.
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