Das Denkmal «Exodus», das den tragischen Ereignissen des Bürgerkriegs in Russland gewidmet ist, gehört zu den neuesten Sehenswürdigkeiten von Noworossijsk. Es wurde am 12. April 2013 an der Stadtpromenade eröffnet, wo vor fast hundert Jahren die Reste der Weißen Armee zusammen mit Flüchtlingen das Land verließen. Diese Ereignisse, bekannt als die «Noworossijsker Katastrophe», wurden zu einer Tragödie, da aus dem Hafen geplant war, mehr als 50.000 Menschen zu evakuieren, aber aufgrund eines Mangels an Schiffen konnten nur 33.000 ausgeführt werden.
Unter dem Druck der Roten Armee waren die Reste der Weißen zusammen mit Zivilisten gezwungen, hastig ihre Heimat zu verlassen. Diese Ereignisse wurden zu einem tragischen Kapitel in der Geschichte Russlands, und das Denkmal «Exodus» erinnert an die Bedeutung der Einheit des Landes.
Der Bildhauer Alexander Suworow aus Noworossijsk schuf das Monument, inspiriert von Szenen aus dem sowjetischen Film «Diener zweier Herren», in dem der Held von Wladimir Wyssozki, ein Weißgardist, gezwungen ist, sein treues Pferd zu erschießen, das ihm nach einem davonschiffenden Schiff folgt.
Das Denkmal befindet sich an der malerischen Promenade mit Blick auf das Schwarze Meer, wo man immer die Schönheit der Natur genießen kann. Die Skulptur zeigt einen Weißgardisten mit seinem treuen Pferd, und der Offizier erinnert an Wladimir Wyssozki in der Rolle des Leutnants Brusenzo. Die Höhe des Denkmals einschließlich des Sockels beträgt 7 Meter. Es ist das zweite Denkmal, das dem Bürgerkrieg in Kuban gewidmet ist.
Links von der Skulptur befindet sich eine Gedenktafel mit der Auflistung der militärischen Einheiten der Streitkräfte des Südens Russlands, die nach Krim und ins Ausland evakuiert wurden.
In der Nähe befindet sich eine weitere Tafel mit Zitaten von Zeitzeugen dieser Ereignisse, General A. I. Denikin und Colonel A. V. Turkul, sowie einem Gedicht von V. Chizhov, das den ganzen Schmerz jener Zeit vermittelt.
Bemerkenswert ist, dass die Erinnerungen von A. V. Turkul, die auf dem Denkmal eingraviert sind, öffentliche Resonanz ausgelöst haben, da er während des Großen Vaterländischen Krieges ein Komplize der Nazis war. Die Schöpfer des Denkmals erklären dies damit, dass sie nicht die Geschichte umschreiben, sondern die tragische Atmosphäre der Ereignisse durch die Worte der Zeitzeugen vermitteln wollten.
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