Am 11. Oktober 2009 wurde in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, feierlich das Denkmal für Boris Lisanewitsch eingeweiht. An diesem Ereignis nahmen Vertreter der Verwaltung der Region Kaluga teil. Lisanewitsch, geboren in Odessa, ist bekannt als der "Freund der Könige" und der Mensch, der Nepal für Touristen zugänglich machte.
In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts bezeichneten westliche Zeitungen Boris Lisanewitsch als "die zweite Sehenswürdigkeit Nepals nach dem Everest". Er öffnete Nepal für Reisende aus aller Welt und stellte Russland dieses geheimnisvolle östliche Land vor. Lisanewitsch war Künstler, Unternehmer, Politiker und Freund des Königs.
Nach dem Brand im Opernhaus von Odessa emigrierte Lisanewitsch nach Paris und schloss sich der Truppe von Diaghilev an. Dann ging er auf Tournee, die ihn nach Indien führte, wo er ein Jahrzehnt blieb und die Welt mit Nepal bekannt machte.
Im Restaurant "Club 300", das Lisanewitsch gegründet hatte, traf er den ins Exil geschickten König von Nepal, Tribhuvan. Ihre Freundschaft half dem König, an die Macht zurückzukehren, und auf seine Einladung zog Boris nach Kathmandu.
Lisanewitsch organisierte den Besuch von Königin Elizabeth in Nepal, was die Aufmerksamkeit von Touristen aus aller Welt auf sich zog. Er legte die Grundlagen für das Tourismusgeschäft, verwandelte einen der königlichen Paläste in das luxuriöse "Royal Hotel", empfing die ersten Bergsteigerexpeditionen und freundete sich mit herausragenden Persönlichkeiten seiner Zeit an.
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