Die Paläste in der Archangelsker Gasse, die einst das Hauptgebäude eines kleinen Landsitzes waren, wurden an der Schwelle des 17. und 18. Jahrhunderts erbaut. Der Name des Auftraggebers dieser Paläste ist unbekannt, da Informationen über die Besitzer des Landsitzes in Dokumenten erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts auftauchen. Das Gebäude, das die Form des Buchstabens "Г" hat, befindet sich im hinteren Teil des Grundstücks und ist mit seiner Hauptfassade zur Archangelsker Gasse ausgerichtet. Früher standen entlang der Gasse Wohn- und Wirtschaftsgebäude, und hinter den Palästen gab es einen kleinen Garten.
Ursprünglich waren die Paläste einstöckig mit einem niedrigen Untergeschoss, das im Laufe der Zeit aufgrund des Anstiegs der Kulturschicht zum Keller wurde. Im Keller hat sich ein alter Palast mit einem weißen Steingewölbe erhalten, der nach all den Umbauten unverändert blieb. Die Fassaden des Hauses waren mit Fensterrahmungen und Lisenen geschmückt. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude umgebaut und erweitert, ein Teil der Wände wurde neu errichtet, aber der größte Teil der Haupt- und Seitenfassaden blieb unberührt. Während der Restaurierung in den 1970er Jahren wurden Elemente der ursprünglichen Dekoration gefunden und wiederhergestellt.
Die Besitzer des Landsitzes waren hauptsächlich Kaufleute oder nicht wohlhabende Adelige. In der Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte der Landsitz dem Gardepolkovnik Peter Michailowitsch Priklonzki, der in einem anderen Landsitz in derselben Gasse lebte. Ab den 1770er Jahren gehörte der Landsitz den Kaufleuten Dewjatows, und 1794 kaufte ihn der Kaufmann Wladimir Omm. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wechselten die Besitzer erneut, und 1826 erwarb Christofor Joakimowitsch Lazarew den Landsitz aus einer bekannten armenischen Familie.
Die Lazarews, reiche Kaufleute, förderten die Ansiedlung von Armeniern in Russland und die Einrichtung der armenischen Gemeinde in Moskau. Sie finanzierten den Bau der Kreuzerhöhungskirche und die Schaffung des armenischen Friedhofs. 1827 spendete Christofor Lazarew den Landsitz der Kreuzerhöhungskirche für die Bedürfnisse der Kirchenbediensteten und zur Unterstützung bedürftiger Armenier. Das Hauptgebäude wurde auch als Residenz für geistliche Personen armenischer Konfession genutzt.
Im 19. Jahrhundert wurde an das Haus eine Holzterrasse angebaut, und das Haus selbst erhielt ein bescheideneres Aussehen. Die repräsentativen Räume waren mit Stuck und Malerei geschmückt. Nach 1917 wurden die kirchlichen Besitztümer nationalisiert, und in den 1930er Jahren wurde die Armenische Kirche abgerissen. Im Haus wurden kommunale Wohnungen eingerichtet, und erst Ende der 1970er Jahre fand eine Restaurierung statt. Heute wird das Gebäude für administrative Zwecke genutzt.
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