Ivan Mazepa hinterließ einen markanten und ambivalenten Eindruck in der Geschichte. Sein Name wird oft mit Verrat in Verbindung gebracht. Doch bevor er auf die Seite des schwedischen Königs wechselte, versuchte der Hetman, Russland zu dienen, und die russischen Zaren unterstützten ihn. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts beschloss Ivan Stepanovich, ein großer Grundbesitzer zu werden, und interessierte sich für die kurischen Ländereien in der Nähe des heutigen Rylsk. Obwohl diese Ländereien formal Peter I. gehörten, wurde Mazepa erlaubt, dort sein Gut zu gründen.
So entstanden die Dörfer Mazepovka, Korenevo, Snagost, Stepanovka und Amon, wobei das Hauptdorf Ivanovskoye, benannt nach dem Hetman, wurde. In Ivanovskoye beschloss er, ein luxuriöses Anwesen zu bauen, um seinen Status als Hetman und Anführer der Kosaken zu unterstreichen. Mazepa wandte sich an Moskau mit der Bitte, einen guten Architekten zu schicken. Peter I. entsandte Osip Starcev nach Rylsk, und bald erhielt Ivan Stepanovich den Befehl: "Der Meister für Steinbau, Osip Starcev, soll bei dir sein, solange er in Kiew den Bau zweier Kirchen vollendet."
Der Hauptstadtarchitekt ging die Aufgabe kreativ und gründlich an und schuf nicht nur ein Anwesen, sondern wahre Paläste. Besonderes Augenmerk legte Starcev auf die Fensterrahmen, um das Gebäude von allen Seiten bewundern zu können. Architektonische Details auf dem kalkhaltigen Putz der Wände erzeugten ein elegantes Spiel von Licht und Schatten. Einige Forscher glauben, dass die Paläste des Hetman von einem Park umgeben waren und das Gebäude bei hellem Sonnenlicht noch skulpturaler wirkte. In diesen Palästen genoss der Hetman seine Stellung, bis er auf die Seite von Karl XII. wechselte. Danach wurde ihm der Zugang hierher verwehrt, und die Besitztümer gingen an die Fürsten von Bariatin über.
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