Dieses Gebäude, verborgen im Schatten der Bäume, diente einst als Zuhause für die Mitglieder der Kaufmannsfamilie Rewjakin. Die Nachkommen dieser Familie leben noch immer in Syzran. Eine von ihnen, Nina Konstantinowna Pewzner, hat sogar Erinnerungen an ihre Vorfahren veröffentlicht. Das 1908 erbaute Herrenhaus gehörte ihrem Urgroßvater und später ihrem Großvater, Peter Wassiljewitsch Rewjakin, der die erste Pfandleihe der Stadt gründete.
Die Rewjakin waren stolz auf ihr Familienanwesen. Es ist ein schönes Gebäude im Jugendstil mit Elementen des Empire. Die asymmetrische Anordnung des Erdgeschosses kombiniert sich mit einem Mezzanin. Große Fenster der Hauptfassade, der überstehende Portikus des Haupteingangs und der Eckerker mit Balkon verleihen dem Herrenhaus eine Eleganz des klassischen Stils.
Die Stuckarbeiten an der Fassade, die schmiedeeisernen Gitter des Balkons und der Brüstung, Vasen in Nischen und die offene Terrasse mit Treppe in den Garten erinnern an eine europäische Landvilla.
Die innere Raumaufteilung und die Ausstattung des Gebäudes sind ebenfalls interessant. Die Decken der Räume im Erdgeschoss sind mit Stuck verziert, der bis heute erhalten geblieben ist. Einige Dekorelemente sind leider verloren gegangen. Auf einem alten Foto ist ein Zelt über dem zentralen Fenster zu sehen, das jetzt fehlt.
Das Haus ist von einem metallenen Zaun mit dekorativen schmiedeeisernen Elementen umgeben, der in einem der Uralwerke hergestellt wurde.
Der Besitzer lebte bis 1918 hier und arbeitete weiterhin als einer der drei Direktoren der „Gesellschaft der Repjewski-Mühlen“. Danach wurde das Gebäude nationalisiert und von verschiedenen Parteiorganisationen und sowjetischen Institutionen genutzt. Seit 1945 befindet sich hier das Zentrum für Hygiene und Epidemiologie.
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