Das älteste erhaltene zivile Gebäude in Totma ist das Haus des Kaufmanns Fjodor Cholidow, eines bekannten Seefahrers und Industriellen. 1747 gründete er zusammen mit dem Kaufmann Trapeznikow eine Handelsgesellschaft, die das Schiff „Ioann“ zu den Küsten der Beringinsel schickte. Dieses Schiff unternahm dreimal Reisen zu den Kommandeurinseln und den Nahen Aleuten.
Fast 40 Jahre lang betrieben Fjodor Cholidow und sein Neffe Alexej Unternehmertum. In dieser Zeit organisierten sie sieben Handelsexpeditionen. Durch den Reichtum aus dem Pelzhandel baute Cholidow ein prächtiges städtisches Herrenhaus am hohen Ufer des Flusses Suchona. Das Ende des 18. Jahrhunderts errichtete Gebäude wurde zum zentralen Element eines großen städtischen Anwesens. Später ging es in den Besitz des Finanzministeriums und der Polizeibehörde über und wurde im 19. Jahrhundert umgebaut. Infolge dieser Veränderungen entstanden eine Mauer und mehrere neue Anbauten, darunter die Kirche der Allerheiligsten Freude und eine Wohnung für den Aufseher des Gefängnisses.
Das zweigeschossige Gebäude im reifen Klassizismus hat eine einzigartige Komposition. Seine Hauptfassade ist mit zwei dreieckigen Giebeln und großen Pilastern mit reichen Kapitellen geschmückt. Die unterschiedlich geformten Fensterrahmen verleihen der Fassade dekorativen Reichtum. Dadurch hebt sich das Haus Cholidow deutlich von den zivilen Bauten nicht nur Totmas, sondern auch von Wologda ab. Wahrscheinlich wurde es von Hauptstadtmeistern oder nach deren Entwurf geschaffen.
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