Die Pjatnizkaja-Straße ist bekannt für ihre ungewöhnlichen Herrenhäuser. Eines dieser Häuser, Nummer 33, sticht durch seine himmelblauen Farbe und die schuppenartige Kuppel hervor. Es wurde 1866 erbaut und 1894 von Lew Kekushew für Trifon Ivanowitsch Korobkow umgebaut. Später, im Jahr 1899, erweiterte der Architekt S.S. Schuzman das Gebäude und bewahrte die originale Fassadengestaltung. Schuzman und Kekushew arbeiteten oft zusammen und schufen Projekte wie den Umbau des Kaufhauses Kusnezow und das Herrenhaus Saarbekow. Besonders auffällig ist der Erker im zweiten Stock mit ausdrucksvollem Dekor, der ein Vordach über dem Eingang bildet.
Trifon Korobkow war ein bekannter Moskauer Unternehmer und Besitzer einer Papierfabrik. Nach seinem Tod ging das Herrenhaus an seine Frau Olga Petrowna über. In der Familie gab es auch den Sohn Sergej und die Tochter Olga. Der Künstler Alexander Gerasimow, der mit der Familie Vladimir Gilyarowskij bekannt war, malte ein Porträt von Olga Petrowna, das die Familie sehr schätzte. Gerasimow schuf auch zwei Gemälde im Landhaus der Korobkows. Alle drei Werke befinden sich jetzt im Haus-Museum von Gerasimow.
Die Kinder Korobkows interessierten sich ebenfalls für Kunst: Der Sohn beschäftigte sich mit Malerei, während die Tochter Olga sich für das Theater begeisterte und später Schauspielerin am Wachtangow-Theater wurde. Sergej Korobkow war Mitglied der Künstlervereinigung „Freies Schaffen“. Im Herrenhaus an der Pjatnizkaja lebte von 1935 bis 1936 der Präsident der Akademie der Wissenschaften der UdSSR A.P. Karpinski, und von 1936 bis 1945 der Akademiker V.L. Komarow.
Im Jahr 2013 begann die Restaurierung des Herrenhauses. Untersuchungen zeigten Veränderungen in der Raumaufteilung und der Gestaltung des Gebäudes sowie die historische Farbgebung der Fassaden und Innenräume. Im Zuge der Arbeiten erhielt das Gebäude seine lilafarbene Farbe zurück, der Erker wurde restauriert und die Fassadendekoration wiederhergestellt. In den Innenräumen wurden die Stuckarbeiten und die Marmortreppe rekonstruiert, und die Vergoldung wurde wiederhergestellt. Das Restaurierungsprojekt wurde im Wettbewerb „Moskauer Restaurierung, 2015“ als das beste ausgezeichnet.
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