Das zweigeschossige Gebäude in hellbeige im Eropkinski-Gässchen ist ein klassisches Stadtpalais des frühen 20. Jahrhunderts im Jugendstil. Im Jahr 2012 erhielt es den Status eines Objekts des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung.
Im späten 17. Jahrhundert befanden sich an dieser Stelle vier Grundstücke, die nach und nach von I.I. Bestuzhev erworben und zusammengelegt wurden. Das Land blieb fast zwei Jahrhunderte im Besitz seiner Erben. 1879 ließ die neue Eigentümerin, die Frau des Titularrates V.D. Golovin, das Portal des alten Palais abreißen, fügte einen Flügel mit steinerner Basis und Holzbau zu dem Teil des Hauses hinzu, der zum Innenhof zeigte, sowie ein neues Portal zur Südseite, die in den Garten führte. Der Architekt des Flügels war V.P. Gavrilov. In den frühen 1900er Jahren wechselte das Anwesen mehrmals den Besitzer, bis es an den Kaufmann N.M. Potapov überging, der mit einer umfassenden Rekonstruktion begann. Das alte Gebäude wurde abgerissen, und 1905 wurde an seiner Stelle ein neues Haus errichtet. Es wurde von dem Militäringenieur Ivan Tulaev entworfen, der am Bau des Museums der Schönen Künste an der Wolchonka beteiligt war. Es handelte sich um ein zweigeschossiges Steinhaus mit einem nicht bewohnbaren Untergeschoss, später wurde auf der Nordseite ein Mezzanin hinzugefügt.
Die nächste Eigentümerin, O.N. Chizhova, war mit dem äußeren Erscheinungsbild des Hauses unzufrieden und lud 1909 den Architekten Boris Schnaubert ein, einen bekannten Meister des Moskauer Jugendstils. Nach seinem Entwurf wurde das Hauptgebäude des Anwesens von mehreren Anbauten umgeben. Bis heute sind nur das Hauptgebäude und die gusseiserne Umzäunung mit Toren aus dem frühen 20. Jahrhundert erhalten geblieben.
Der Architekt streckte die Fassade des Palais entlang des Eropkinski-Gässchens und vertiefte den nördlichen Teil in den Innenhof. In der Folge wurden die Innenräume in separate Wohnungen zur Miete umgewandelt. In den 1950er Jahren diente das Palais als Residenz von Nikita Chruschtschow.
Heute bewahrt das Palais mit der Umzäunung die städtebaulichen Merkmale und ist Teil der historischen Bebauung des Eropkinski-Gässchens sowie eines seiner architektonischen Schmuckstücke. Das Gebäude bewahrt die volumetrisch-räumliche Komposition und die architektonische Gestaltung von 1909 und der Mitte des 20. Jahrhunderts. Besonders auffällig sind die Stuckarbeiten und Konsolen in Form von weiblichen Hermen, die das zentrale Fenster des Erdgeschosses umrahmen.
In den 1990er Jahren befand sich hier die Botschaft des Königreichs Thailand, und heute ist es ein Verwaltungsgebäude.
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