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Waffenladen

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Im Russischen Kaiserreich war der Kauf eines Revolvers, einer Pistole oder eines Karabiners dank des legalisierten freien Waffenverkaufs eine einfache Angelegenheit. In Penza, in der Moskovskaja Straße 35, konnte man solche Waffen erwerben.

Der Laden, der sich in diesem Gebäude befand, wurde Mitte des letzten Jahrhunderts abgerissen. Hier wurden verschiedene Arten von Waffen verkauft, nicht nur für die Jagd. Käufer konnten Gewehre, Karabiner, Pistolen, Revolver und Munition dafür kaufen. Besonders beliebt waren die Revolver des Nagant-Systems, die für ihre Zuverlässigkeit und Unempfindlichkeit geschätzt wurden. Der Preis für einen solchen Revolver betrug nur 25 Rubel. Es gab auch günstigere Modelle, aber diese unterschieden sich durch ihre geringe Qualität. Zum Beispiel kostete der französische Revolver Goluat nur 3 Rubel, den sich sogar ein Student leisten konnte. Im Laden wurden auch Ausrüstungen verkauft: Patronentaschen, Holster, Gürtel und Taschen für Jagdgewehre.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweiterte sich das Sortiment des Ladens, und es wurden auch Klingenwaffen verkauft, hauptsächlich Dolche und Messer, sowie Schleifgeräte dafür. Darüber hinaus wurden verschiedene Jagdzubehörteile, medizinische Instrumente, Fernrohre, Ferngläser, optische Landmessgeräte und Brennerei-Geräte, Brillen, Monokel, Lorgnetten, Taschenuhren, Haarschneidemaschinen, Bürobedarf, Teekannen, Kaffeekannen und andere Haushaltswaren aus britischem Metall, japanische Fächer angeboten.

Unter den ungewöhnlichen Waren war ein Papierhabicht, über den in der Werbung gesagt wurde, dass "dieser Habicht bei der schwächsten Brise an einem gewöhnlichen dünnen Faden auf über 1000 Fuß (etwa 300 m) Höhe steigt und so gut den Flug eines echten Habichts imitiert, dass er schon lange in England zur Jagd auf Rebhühner verwendet wird. Das Absenken des Habichts ist sehr einfach und kann sowohl für kleine Kinder als auch für Erwachsene ein Spaß sein."

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