Vor etwa zehn Jahren erfuhr das ganze Land von der krasnodarischen OPG "Capkovskije", die sich mit Morden, Banditentum und Erpressung beschäftigte. Leider gab es solche Fälle auch zuvor. Ein prägnantes Beispiel ist die Geschichte der altgläubigen OPG im uralischen Kyshtym.
Diese Geschichte begann im Jahr 1824, als der Kopf einer einflussreichen Kaufmannsfamilie und großer Goldproduzent Grigori Zotov in Jekaterinburg Alexander I. traf. Sie diskutierten anderthalb Stunden lang über Glaubensfragen und die Entwicklung der Industrie und schienen einen gemeinsamen Nenner gefunden zu haben. Doch der Bergmeister Chlobystin reichte beim Kaiser eine Beschwerde über die schrecklichen Arbeitsbedingungen, Misshandlungen und sogar Morde an ungehorsamen Arbeitern ein. Der Kaiser ordnete eine Untersuchung an.
In Kyshtym, wo sich die Hauptwerke Zotovs befanden, traf eine große Untersuchungskommission ein. Bei den Überprüfungen wurden erschreckende Fakten entdeckt: Die Arbeiter wurden gezwungen, ohne Wochenenden von früh bis spät zu arbeiten, Bauern aus benachbarten Dörfern wurden gewaltsam in die Minen gebracht, sogar Frauen, alte Menschen und Kinder wurden zur Goldgewinnung herangezogen. Ungehorsame wurden brutal geschlagen, in Keller eingesperrt und nicht gefüttert. Medizinische Hilfe war nicht vorhanden, dafür wurde der Friedhof regelmäßig mit neuen Toten aufgefüllt.
Warum ignorierte die lokale Macht das? Die Sache war die, dass die Bande der Altgläubigen Beamte und Ordnungshüter bestach. Die Kommission entdeckte sogar einen "Gemeinschaftsfonds", der half, besonders hartnäckige Prüfer zum Schweigen zu bringen. Den Anführer der Gruppe, Zotov, verhafteten sie, obwohl er unter Hausarrest stand. Auch die bestochenen Beamten litten darunter.
Diese Geschichte führte zu ernsthaften Veränderungen im Bergbauwesen: Es wurde die Position des Leiters der Bergwerke des Uralgebirges eingeführt, der direkt dem Finanzminister unterstellt war. Darüber hinaus holte der Staat das von Zotov gestohlene Gold im Wert von fast 2 Millionen Rubel zurück.
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