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Olymp

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Einst übertraf das Kino "Oktober" alle seine Konkurrenten in der Zuschauerzahl, doch sein früherer Erfolg ist längst erloschen. In diesem Zusammenhang sollte man an seinen Vorgänger, das Kino "Olymp", erinnern. Seit 1892 befand sich in diesem Gebäude der Klub der Kaufleute, der eine Art legaler Gewerkschaft war und die Funktionen eines kulturellen und aufklärerischen Zentrums erfüllte. Hier fanden Vorträge und Aufführungen statt, es gab ein Billardzimmer. 1915 beschlossen die Mitglieder des Klubs, ein eigenes Kino in der Kirschstraße 37 zu eröffnen. Am 8. Februar berichtete die Zeitung "Gubernskie Wedomosti": "Der Apparat der Firma Paté zur Vorführung von Filmen ist bereits eingetroffen, die Leinwand wird 5x6 Arschin groß sein, man verspricht die besten Filme zu zeigen. Das Foyer wird mit Möbeln und tropischen Pflanzen ausgestattet. Die Stühle im Zuschauerraum werden nun am Boden befestigt. In den Pausen wird ein Orchester spielen. Der Pianist S.G. Graskow und der Administrator N.A. Zawadski sind eingeladen. Alle zwei Tage wird es ein neues Programm geben." Die Tickets für das "Olymp" waren relativ günstig, zwischen 20 und 70 Kopeken. Die Stadtbewohner bemerkten das Fehlen des charakteristischen Geräuschs des Filmprojektors, da die Besitzer ihn erstmals hinter einer Wand platzierten. Der Gewinn des Kinos war erheblich, in den ersten fünf Tagen gelang es, mehr als die Hälfte der monatlichen Ausgaben zu decken. Doch der Erste Weltkrieg erschwerte die Situation, da der Import ausländischer Filme praktisch zum Stillstand kam.

Geo-Punkt

Олимп

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