„Die Attacke der Toten“, so wird der Gegenangriff der 13. Kompanie des 226. Zemlinski-Regiments genannt, der am 24. Juli 1915 während der Abwehr eines deutschen Gasangriffs stattfand. Dieses Ereignis ist mit der Verteidigung der Festung Osowiec an der Ostfront des Ersten Weltkriegs verbunden.
Nachdem die 13. und 8. Kompanie bis zu die Hälfte ihrer Truppenstärke durch Vergiftung verloren hatten, formierten sie sich beiderseits der Eisenbahn und begannen den Angriff. Die 13. Kompanie, die auf Einheiten des 18. Landwehrregiments traf, ging mit dem Ruf „Hurra“ zum Bajonettangriff über. Laut einem Augenzeugen war dieser Angriff der „Toten“ so überwältigend für die Deutschen, dass sie den Kampf abbrachen und zu fliehen begannen. Viele von ihnen starben an den Drahtverhauen vor der zweiten Grabenlinie unter dem Feuer der Festungsartillerie. Als die deutschen Linien sich den Gräben näherten, brach aus dem dichten Chlorgasnebel der gegenangreifende russische Infanterist über sie herein. Der Anblick war erschreckend: Die Kämpfer gingen mit in Tücher gewickelten Gesichtern zum Bajonettangriff, husteten und spuckten buchstäblich Stücke ihrer Lungen auf die blutigen Uniformen. Es waren die Überreste der 13. Kompanie des 226. Infanterie-Zemlinski-Regiments, etwas mehr als 60 Mann. Ihr Angriff versetzte den Gegner in solchen Schrecken, dass die deutschen Soldaten, ohne zu kämpfen, zurückstürmten, einander niedertrampelten und sich an ihren eigenen Drahtverhauen festhielten. Diese Schlacht ging in die Geschichte als „Attacke der Toten“ ein.
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