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Nabokov Wladimir Wladimirowitsch

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Wladimir Nabokov, unbekannte Seiten im Leben des Autors von "Lolita"

Teil eins

Der Name des Autors des berühmten Romans "Lolita" ist vielen bekannt, man verehrt und bewundert ihn, doch nur wenige wissen um die andere Seite des Lebens des großen russischen Schriftstellers Wladimir Nabokov. Zu Beginn seines Weges verlor er alles, brach jedoch nicht und wurde zu dem, an den sich die Welt erinnert.

Wladimir Nabokov wurde am 22. April 1899 in eine Familie von Politikern und Adligen geboren. Sein Vater, Wladimir Dmitrijewitsch Nabokov, wurde zu einer der Schlüsselfiguren der Ereignisse von 1917, und seine Mutter, Jelenа Ivanowna Rukowischnikowa, war die Tochter eines wohlhabenden Goldindustriellen. Von Kindesbeinen an strebte Wladimir nach Kunst und Schönheit, war hervorragend gebildet, schrieb Gedichte und interessierte sich für das Studium von Schmetterlingen. Er war der junge Erbe des großen Vermögens seines Onkels Wasilij Rukowischnikow, und es schien, als würde sein Leben sorglos und ruhig verlaufen, doch alles änderte sich abrupt.

Im Februar 1917 fand die Revolution statt, und die Zukunft Russlands stellte sich ganz anders dar, als es sich der Vater des Schriftstellers, einer der Führer der Kadettenpartei, Wladimir Dmitrijewitsch Nabokov, vorgestellt hatte. Das Land stürzte schnell ins Chaos, die Bolschewiki übernahmen die Macht, und der ehemalige Minister Nabokov floh mit seiner Familie nach Krim, wo er später in die Regionale Regierung eintrat. Sein Sohn träumte davon, an der Front gegen die Bolschewiki zusammen mit seinem Cousin zu kämpfen. Doch bald wurde der Cousin tot zurückgebracht, er fiel bei einem Angriff auf ein rotes Maschinengewehr, und Wladimir gelang es nicht, an die Front zu gelangen. Im April 1919 verließen seine Eltern die von den Bolschewiki eroberte Krim, und zusammen mit ihnen ließ er für immer seine Heimat und den zukünftigen großen russischen Schriftsteller zurück.

Im Exil lebte die Familie in Berlin, das zum Zentrum der russischen Emigration wurde, während Wladimir an der Universität Cambridge studierte und parallel seine Talente als Schriftsteller, Dichter und Übersetzer entwickelte. Doch sein gewohntes Leben änderte sich endgültig, als 1922 sein Vater von den Schwarzhundert-Leuten während eines Attentats auf Miljukow ermordet wurde. Dies war ein harter Schlag für den 22-jährigen Wladimir. Mit seinem Vater verlor er vieles, fand jedoch die Kraft, um unter seiner Feder das Russland wieder zum Leben zu erwecken, das in seiner Erinnerung erhalten geblieben war.

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