Das Museum-Theater 'Istoki' in Jurjewz ist eines der interessantesten und ungewöhnlichsten privaten Museen. Es wurde 1996 auf Initiative von Tatjana Elwinowna Ulitowa eröffnet, die seine Autorin und Leiterin ist. Die Ausstellung des Museums umfasst eine Vielzahl von Objekten, die nach verschiedenen Richtungen klassifiziert sind: Bilder, die durch Brandmalerei auf Stoff entstanden sind, eine Sammlung traditioneller Stoffpuppen, die historische und literarische Figuren darstellen, Produkte aus Teigplastik, Souvenirs, slawische Amulette, Glocken, Glasmalerei und Vorhangpuppen, die der slawischen Mythologie gewidmet sind. Ein besonderer Platz nimmt der textile Skulpturen 'Puppen-Porträt' ein.
Eine der beliebtesten Ausstellungen ist die Schau der Stoffpuppen, die immer einzigartig und eigenständig waren. Diese Puppen spiegeln das menschliche Schicksal wider, das von Verehrung und Anerkennung geprägt ist. Nach langer Vergessenheit haben viele sich an ihre eigenständigen Wurzeln erinnert, die unmöglich zu zerstören sind. Die Stoffpuppe ist traditionell geworden und trägt das kulturelle Gedächtnis in sich, was sie bedeutender macht als andere Spielzeuge. Im Museum ist eine einzigartige Sammlung von handgemachten Puppen zu sehen, von denen jede die Energie unserer Vorfahren in sich trägt.
Eine dieser Puppen ist Grechucha, das Symbol des bäuerlichen Lebens, die in die rote Ecke, die für Ikonen bestimmt ist, gestellt wurde. Grechucha wurde in verschiedene Kostüme gekleidet, oft in Rot, geschmückt mit Bändern und Perlen, was den Wohlstand der Familie widerspiegelte. Unter dem Rock der Puppe befand sich ein Säckchen mit Buchweizen, aus dem am 26. Mai, zum Fest der Akulina Grechishniza, mit dem Säen des Buchweizens begonnen wurde.
Tatjana Elwinowna hat auch die Patchworkmalerei entwickelt, bei der synthetische Stoffe auf eine Perlenbasis gebrannt werden, mit Elementen der Stickerei. Das Wandbild 'Alter Stadt' besteht aus mehr als vierhundert Farbtönen von Stoffen. Die japanische Miniatur ist auf einer Satinbasis ausgeführt und erzeugt verschiedene Farbtöne durch die Position des Stoffes.
Hochzeitspuppen wurden den frisch Vermählten am Hochzeitstag geschenkt. Die Puppe Spiridon, die zum 12. Dezember hergestellt wurde, symbolisierte die Anrufung der Sonne und der Naturkräfte. Sie hatte ein Rad, das das männliche Prinzip symbolisierte, und Knoten, die das weibliche verkörperten. In der Sammlung des Museums gibt es auch die Puppe Kolyada, die mit einer realen Person verbunden ist, die 7000 Jahre vor unserer Zeitrechnung lebte, und sie erfreut sich besonderer Beliebtheit.
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