Jeder Erwachsene, der in der UdSSR aufgewachsen ist, erinnert sich mit Wärme an seine Kindheit. Diese Erinnerungen wecken Nostalgie und den Wunsch, auch nur für einen Moment in diese Zeit zurückzukehren. Diese Möglichkeit gibt es im Museum der glücklichen Kindheit in Kasan, das im März 2015 eröffnet wurde. Hier sind Exponate versammelt, die jedem bekannt sind, der in der sowjetischen Ära lebte. Gegründet wurde es von Rustam Waliakhmetov, der das Werk seines ersten Projekts, des Museums des sozialistischen Alltags, fortsetzte, das sich in der Nähe befindet und den Gegenständen der 70er und 80er Jahre gewidmet ist. Dieses Museum wurde 2011 eröffnet und wird ständig durch die Bewohner und Touristen ergänzt.
Das Museum der glücklichen Kindheit erstreckt sich über zwei Etagen und bietet interaktive Interaktionen mit den Exponaten. Die Besucher können Kleidung anprobieren, sich auf Möbel und Transportmittel setzen, und einige Gegenstände sogar erwerben.
Im ersten Stock wird die Atmosphäre einer sowjetischen Schule nachgebildet, wo man an einer alten Schulbank mit Platz für ein Tintenfass sitzen, Bücher aus jener Zeit halten und die Schuluniform anprobieren kann.
Der zweite Stock überrascht mit einer Ausstellung, die das Leben des sowjetischen Menschen vom Kindergarten bis zur Armee widerspiegelt. Wie das erste Museum wird es ständig mit neuen Exponaten ergänzt.
Zu den auffälligsten Exponaten gehören ein funktionierender Grammophon mit Schallplatten, der Heizkörper „Krim“, ein Projektor für Diashows, Kassettenrekorder, zahlreiche Kinderspielzeuge, Kleidung und Schuhe, alte Telefone, Fahrräder, Roller und Mopeds, sowjetische Spielautomaten, Videorekorder mit Kassetten, Fernseher, Musikinstrumente, Geschirr und Haushaltsgegenstände aus einer sowjetischen Wohnung, Brettspiele, die ersten Spielkonsolen, Parteiattributik, Bücher und Lehrbücher sowie Wandplakate.
Besondere Beachtung verdienen die Urkunden von 1944 und die Wandzeitung von 1951.
Einige Exponate wurden von Prominenten gespendet. Zum Beispiel gibt es im Museum eine Kindergitarre von Joseph Kobzon, die sein erstes Kennenlernen mit Musik symbolisiert.
Unter dem Schild des Museums hängt ein Plakat mit einem Foto der Gruppe „Leningrad“ zur Unterstützung einer Buchaktion, die von der Museumsverwaltung organisiert wurde. Darauf steht: „Sergei Shnurov, die Gruppe „Leningrad“ und das Museum des sozialistischen Alltags präsentieren die landesweite Aktion „Sie sind mit diesen Büchern aufgewachsen!“. Jetzt auch in Ihrer Stadt die Ausstellung sowjetischer Bücher der 70er und 80er Jahre."
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