Trotz der rasanten Beschleunigung des Lebens gibt es Dinge, die unverändert und zeitlos bleiben. Dazu gehört die Kunst in ihrem weitesten Sinne, und gerade ihre Akteure bleiben oft über Jahrhunderte im Gedächtnis der Menschen.
Deshalb wurde eines der historischen Denkmäler von Kasan, ein zweigeschossiges Gebäude, das einst als Ort für den "Neuen Club" diente und später für das Theater für Drama und Komödie, seit 1993 zum Zuhause des Museums von Salikh Saydashev.
Der Komponist wurde am 3. Dezember 1900 in Kasan geboren und war das zehnte Kind in der Familie. Sein Vater starb, ohne seinen Sohn je gesehen zu haben. Der kleine Saydashev zeigte früh Interesse an Musik. Zunächst lernte er, auf dem Akkordeon zu spielen, und später, als seine Verwandten sein Talent bemerkten, kauften sie ihm ein Klavier. Sein erster Lehrer wurde der Volksmusiker Zagidulla Yarullin, später erhielt er Unterricht von Lehrern des Kasaner Musikinstituts.
Bereits mit 13 Jahren trat Saydashev als Musiker der tatarischen Theatergruppe "Sayyar" bei. Er begleitete die Aufführungen am Klavier und spielte in den Pausen im Orchester. 1918 gründete er sein eigenes Orchester, und vier Jahre später wurde er Dirigent und musikalischer Leiter des Theaters benannt nach G. Kamal. In dieser Zeit begann der Höhepunkt seines Schaffens, als die besten Werke entstanden und ein neues Genre, die musikalische Dramatik, entstand.
Leider waren die letzten Lebensjahre des Komponisten von einer künstlich geschaffenen Isolation geprägt; er wurde vom Theater ausgeschlossen und befand sich in tiefer Depression. Trotz dessen blieb die Anerkennung des Volkes stark, was sich eindrucksvoll an seinem 50. Jubiläum zeigte, als er den Titel des Volkskünstlers erhielt.
Heute ist das Museum mit zwei Gedenktafeln zu Ehren des Komponisten geschmückt, auf denen die Inschriften in tatarischer und russischer Sprache verfasst sind.
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