Das Gedenkmuseum-Wohnung von Wassili Belov ist das einzige Museum der Welt, das Wassili Iwanowitsch Belov, einem bekannten russischen Schriftsteller und Vertreter der "Dorfprosa", gewidmet ist.
Die Besucher des Museums können in die Atmosphäre der zweiten Hälfte des 20. und des frühen 21. Jahrhunderts eintauchen, mehr über das Leben und die Werke des Schriftstellers erfahren, dessen Werke Teil der modernen russischen Literatur geworden sind. Das Museum wurde am 21. Oktober 2015 in Wologda eröffnet, in dem Haus, in dem Wassili Belov seit 1987 mit seiner Familie lebte. Die Eröffnung fand im Jahr der Literatur in Russland statt und war an den Geburtstag des Schriftstellers angelehnt.
In der Wohnung können persönliche Gegenstände von Belov und seiner Familie gesehen werden. Die Ausstellung umfasst etwa anderthalbtausend Objekte. Die Einrichtung des Museums hilft, das Werk des Schriftstellers besser zu verstehen und zu schätzen. Das Arbeitszimmer von Wassili Iwanowitsch ist im unveränderten Zustand erhalten geblieben, einschließlich seines Schreibtisches und seiner persönlichen Bibliothek mit mehr als viertausend Bänden. Belov hatte eine Leidenschaft für Malerei, was sich in der Kunstsammlung widerspiegelt, die auch seine eigenen Werke umfasst. Interessant sind die Räume seiner Frau Olga Sergejewna und seiner Tochter Anna. Viele Exponate sind Geschenke von Fans des Schriftstellers.
Die Wohnung war ein Zentrum des öffentlichen und kulturellen Lebens der Stadt, wo sich Schriftsteller, Künstler, Komponisten, Politiker und Geistliche versammelten. Hier wurden Literatur und die Schicksale des Landes diskutiert. Zu den Gästen gehörten bekannte Persönlichkeiten wie Rasputin, Krupin, Lichutin und Lichonosow. Hier sangen die Romanzen von Shtokolov und trat Savva Jamshchikov auf.
Jedes Objekt in der Wohnung ist mit der Vergangenheit verbunden, mit der Zeit, als Wassili Belov hier lebte und arbeitete. Hier schrieb er die Romane "Jahr des großen Umbruchs", "Die sechste Stunde", die Erzählungen "Die Buchty Wologdas" und "Die Geschichte eines Dorfes", die autobiografische Erzählung "Die unwiderruflichen Jahre", Erinnerungen an Wassili Schukschin "Das Gewicht des Kreuzes" und an Walerij Gavrilin "Die Stimme, geboren unter Wologda". Hier entstanden auch zahlreiche Erzählungen, darunter "Die Seele ist unsterblich", Essays, Artikel und Gedichte.
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