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Museum Kutschen-Sloboda in Kolomna

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Das Museum wurde vom russischen Schmied Ilja Georgijewitsch Lebedew gegründet. Anfang der 1990er Jahre erwarb er ein abgebranntes Haus in der Stadt und stellte es innerhalb eines Jahres vollständig wieder her. Laut dem Meister strebte er an, das ursprüngliche Erscheinungsbild des Gebäudes zu bewahren. Der untere Teil blieb unverändert, aus altem weißen Stein und Ziegeln, während die oberen Etagen ihre frühere Form und Größe behielten, obwohl andere Materialien für die Wiederherstellung verwendet wurden. Es ist unbekannt, wie das Gebäude früher aussah, aber Lebedew studierte die typischen Projekte Kolomnas aus vor hundert Jahren, was es ermöglichte, seine Architektur zu bewahren, die heutzutage selten ist. Sie zeichnet sich durch eine Fülle von Dekor, Stuck, Fensterrahmen und Säulen aus. An dieser Stelle befand sich früher eine Schmiede, dann eine Garage, ein Kaufmannshaus und eine kommunale Wohnung, was auf eine qualitativ hochwertige Bauweise hinweist, die es dem Gebäude ermöglichte, erhalten zu bleiben. Die Arbeiten zur Gestaltung waren kompliziert, da sie die Berücksichtigung architektonischer und technologischer Besonderheiten erforderten.

Im Museum präsentiert Lebedew seine Arbeiten und interessante Exponate, die aus ganz Russland gesammelt wurden. Die meisten von ihnen stammen aus Kolomna, aber alle Objekte der Sammlung zeigen, was die Russen verwendet haben. Auf dem Gelände des Gebäudes gibt es eine Schmiede, in der der Meister mit Kollegen dekorative Elemente und Souvenirs aus Eisen herstellt. Die Exponate sind thematisch gegliedert, von Haushaltsgegenständen und Küchenutensilien bis hin zu Sportgeräten. Hier kann man den Arbeitsplatz des Schmieds und ein Modell des Schmiedefeuers sehen. Besonders interessant ist die Abteilung mit Gegenständen militärischer Ruhmes, wo Waffen vom Borodino-Feld ausgestellt sind: Äxte, Schwerter, Morgensterne, Pfeilspitzen und eiserne Kettenhemden. Touristen können nicht nur schauen, sondern auch die Exponate anfassen.

Im Museum sind mehr als 6.000 Objekte ausgestellt, von denen etwa 1.000 im Freien stehen. Viele Exponate sind über zweitausend Jahre alt, was es ermöglicht, die Entwicklung des Schmiedehandwerks in Russland nachzuvollziehen.

Das Schmiedehandwerk ist seit der Antike bekannt, als aus glühendem Eisen Sensen, Sichel, Hacken und Eggen für die Landwirtschaft hergestellt wurden. Diese Gegenstände mussten robust und langlebig sein. Einige Produkte, wie Küchenutensilien, Schaufeln und Kerzenhalter, erforderten nicht nur Festigkeit, sondern auch Eleganz.

Im Arsenal der "Kutschen-Sloboda" gibt es ein eisernes Fahrrad, das vor der offiziellen Erfindung des Fahrrads geschmiedet wurde. Ein beliebtes Exponat sind auch Schlittschuhe, die ursprünglich keine Zacken hatten.

Während einer Führung durch die "Kutschen-Sloboda" kann man den Produktionsprozess sehen und an einem Workshop teilnehmen. Besonders beliebt ist die Herstellung eines Hufeisens für Glück. Erfahrene Schmiede helfen nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern. Die Arbeit erfolgt bei hohen Temperaturen: Das Metall wird erhitzt, mit einem Hammer geschlagen, erneut erhitzt und so weiter. So entstehen geschmiedete Teile, von kleinen Beschlägen bis hin zu riesigen Schiffsankern.

Handarbeit wurde immer geschätzt, daher ist die Sammlung des Museums "Kutschen-Sloboda" einzigartig und einmalig im Land. Sie ermöglicht es, vergessene Haushaltsgegenstände, Angel- und Jagdzubehör zu sehen, die vom Leben der Vorfahren des russischen Volkes erzählen.

Geo-Punkt

Музей Кузнечная слобода в Коломне

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