Das Gedenkmuseum-Hauptwache wurde 1989 anlässlich des 175. Geburtstags von Taras Schewtschenko eröffnet. Das Museum befindet sich in einem 1843 erbauten Gebäude, das für die Bedürfnisse der Ingenieureinheit errichtet wurde. Hier wurde im April 1851 der bekannte Dichter und Künstler, der wegen seiner Teilnahme an der Kyrillo-Mefodij-Bruderschaft festgenommen wurde, inhaftiert.
Die Ausstellung des Museums rekonstruiert die typische Atmosphäre einer Hauptwache des 19. Jahrhunderts, einschließlich einer kleinen Zelle für den Festgenommenen und einem Wachraum. An den Fenstern sind massive schmiedeeiserne Gitter angebracht, die auf einer der Zeichnungen Schewtschenkos zu sehen sind. Am Eingang zur Hauptwache von der Hauptstraße steht eine realistische Puppe eines Kosaken in der Uniform jener Zeit. Im Hauptsaal sind Materialien ausgestellt, die verschiedene Phasen im Leben von Taras Schewtschenko detailliert beleuchten. Hier kann man Dokumente über seinen Aufenthalt in Orsk, seine Teilnahme an der Aralsee-Expedition, sein Leben in Orenburg und die sieben Jahre, die er auf der Halbinsel Mangyshlak verbrachte, sehen.
Taras Schewtschenko wurde wegen der Verletzung eines kaiserlichen Verbots in der Hauptwache festgenommen. Nikolaus I. verbot dem verbannten Dichter das Schreiben und Zeichnen, aber inspiriert von seiner Teilnahme an einer wissenschaftlichen Expedition, gehorchte Schewtschenko nicht und schuf mehrere Porträts von Bewohnern Orenburgs.
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