Im Kolomnaer Museum „Haus des Samowars“ wird eine vielfältige Sammlung von Samowaren präsentiert: von großen bis kleinen, von mikroskopischen bis riesigen, von bauchigen bis flachen, runden und rechteckigen, russischen, asiatischen und europäischen, tragbaren und häuslichen, einfachen und luxuriösen. Diese Sammlung umfasst 400 Exemplare und basiert auf einer privaten Sammlung der Familie Burowych. Hier kann man auch alte Bügeleisen und Petroleumlampen, Vintage-Kleidung und -Accessoires sehen, auf einen echten russischen Ofen steigen, die keramischen und Seilhandwerke Kolomnas kennenlernen und traditionelle russische Gerichte nach Hausrezepten in einem gemütlichen Café probieren. Das Museum ist günstig gegenüber dem Museum der Kolomnaer Pastille gelegen, was die Exkursion noch bereichert.
Die Geschichte des „Hauses des Samowars“ ist eng mit der Geschichte des Samowars als Gerät zur Wassererwärmung verbunden. Obwohl der Samowar mit Russland assoziiert wird, ist seine Heimat Asien. Die ersten solchen Geräte erschienen im alten China, verbreiteten sich dann nach Iran und Aserbaidschan. Der Samowar kam Mitte des 18. Jahrhunderts nach Russland und wurde schnell bei den Reichen beliebt. Die Ural-Industriellen Demidows eröffneten bald die erste Samowarfabrik. Ende des 18. Jahrhunderts wurde Tula zum Zentrum der Produktion, und um die Jahrhundertwende wurden hier etwa 120.000 Samoware pro Jahr hergestellt.
Die Familie Burowych aus Kolomna hat eine Sammlung zusammengestellt, die die gesamte Geschichte der Samowarkunst widerspiegelt und sie mit anderen alten Gegenständen ergänzt hat, die einen wesentlichen Teil des Lebens im 19. und 20. Jahrhundert ausmachten.
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