Am linken Ufer des Flusses Suchona, an der Mündung des Dmitrijewski-Baches, erhebt sich die Uspenski-Kirche mit ihrem majestätischen Glockenturm. In ihren Mauern funktioniert seit 1995 das Museum für kirchliche Antiquitäten, wo man Denkmäler der nordrussischen Ikonenmalerei, Beispiele für hölzerne Kirchenskulpturen, kleine Plastiken aus Kupfer und Holz sowie Gegenstände der kirchlichen Utensilien sehen kann.
Die Restaurierungsarbeiten zur Enthüllung der Totma-Ikonen begannen in den Jahren 1974 und 1975. Es stellte sich heraus, dass der eigenständige Totma-Komplex einen besonderen Platz in der Kunstkultur des Russischen Nordens einnimmt. Die frühesten Ikonen im Museum stammen aus dem späten 15. Jahrhundert. Professor A. A. Rybakov weist darauf hin, dass die dämmerige Farbgebung der Ikonen, die gedrungenen Figuren der Charaktere und die zurückhaltende Bewegung selbst in dynamischen Kompositionen auf die kreativen Verbindungen der Totma-Ikonographen mit ihren südlichen Nachbarn, den Kostromitern, hinweisen.
Besonderes Interesse weckt die Kirchenskulptur, die, obwohl sie für das orthodoxe Christentum untypisch ist, im Russischen Norden verbreitet war. Die Meister fertigten sie aus Lindenholz, einem weichen Holz, das sich leicht bearbeiten lässt und temperaturbeständig ist. Das Holz wurde mit Leimfarbe, Ocker und Blattgold überzogen. In der Sammlung des Totma-Museumskomplexes befinden sich etwa einhundert solcher Kunstwerke. Besonders hervorzuheben ist die Skulptur "Erzengel Michael, der den Satan tritt".
Am Museum befindet sich ein Glockenturm, von dem aus man einen Blick auf den Fluss Suchona und die Stadt hat. Die Glockenstube mit sechs Glocken wurde 2016 mit Mitteln von V.A. Glazachev, einem Nachkommen der totmischen Kaufmannsdynastie Arsakow, restauriert. Auf dem Weg zum Glockenturm kann man im zweiten und dritten Stock verschiedene Ausstellungen besuchen.
Im Mai 2018 wurde ein neuer Ausstellungsraum des Museums mit dem Titel "Holzskulptur" eröffnet. Er befindet sich auf der Nordseite des Uspenski-Gebäudes und arbeitet nach dem Zeitplan der Hauptsäle. Der Zugang zu diesem Raum kann beim Aufseher im Hauptbereich erhalten werden.
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