Auf einer schmalen Landzunge, die von der Moskwa und dem Wasserableitungskanal gebildet wird, erhebt sich ein schönes Haus mit einem Turm. Im Jahr 1867 wurde hier der Kaiserliche Moskauer Ruder-Yacht-Club gegründet. Eine Initiativegruppe stellte einen Antrag zur Gründung eines Clubs in Moskau nach dem Vorbild des Sankt Petersburger Clubs. Die Satzung des Clubs wurde vom Ministerkomitee geprüft und am 6. Juli 1867 vom Kaiser genehmigt, was den Beginn seiner offiziellen Geschichte markierte. Erster Kommandant des Clubs wurde der Moskauer Zivilgouverneur I. S. Fonwizin, und Vizekommandant wurde J. V. Puare.
Ursprünglich wurde an der Spitze des Flusses und des Kanals ein schwimmender Anleger für den Yacht-Club eingerichtet. Der Club mietete auch einen staatlichen Schuppen für die Winterlagerung des Inventars. Später wurde die Datscha „Studenets“ und ein Gebäude an der Prechistenka für die Durchführung von Mitgliederversammlungen des Clubs angemietet.
In den 1870er Jahren baute der Club an der Spitze ein Holzpavillon, einen neuen Anleger und eine Werft für Schiffe. Im Jahr 1892, zum 25-jährigen Jubiläum des Clubs, wurde beschlossen, ein Steingebäude an der Spitze zu errichten. Dazu wurde von der Stadt ein Grundstück für den Zeitraum vom 1. Juli 1892 bis zum 1. Juli 1928 gepachtet. Der Bau begann im folgenden Jahr nach den Plänen des Architekten K. G. Treiman.
Der Moskauer Yacht-Club orientierte sich auf die Entwicklung des Rudersports. In der Satzung des Clubs war festgelegt, dass die Mitglieder gymnastische Übungen zur Entwicklung der körperlichen Kräfte ausüben sollten, wie Schwimmen, Seegymnastik, Segeln mit einem Buer und Schlittschuhlaufen, Zielschießen und Fechten.
Allerdings strebten nicht alle Mitglieder des Clubs nach sportlicher Betätigung. Im Club gab es ein ausgezeichnetes Restaurant, in das viele kamen, um gut zu essen und die Aussicht auf den Fluss zu genießen. Hier gab es auch eine gute Bibliothek, und der Club betrieb Verlagsaktivitäten.
Nach der Revolution wurde sämtliches Eigentum und Sportinventar des Clubs verstaatlicht. Der Yacht-Club wurde zur Ruderbasis „Strelka“ und blieb ein beliebter Ort in Moskau. Zunächst wurde das Gebäude teilweise als Wohnraum genutzt, in dem bekannte Ruderer unterkamen. Mit der Zeit, insbesondere nach dem Krieg, wurde der Yacht-Club mehr zu einem Kinderclub, und nach dem Bau des Ruderkanals in Krylatskoje verlor er seine sportliche Bedeutung. Das Gebäude wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts teilweise umgebaut.
Derzeit ist das Clubgebäude, das als Objekt des kulturellen Erbes regionaler Bedeutung geschützt ist, restauriert, aber das Gelände ist eingezäunt und der Zugang ist geschlossen.
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