Seit 1770 befand sich im Gebäude das Moskauer Archiv der Kollegium für Auswärtige Angelegenheiten, in dem so bekannte Persönlichkeiten wie A.K. Tolstoi, V.F. Odoyevski, N.P. Ogarev und andere "Archiv-Jugendliche" arbeiteten, die einen bedeutenden Beitrag zur russischen Kultur leisteten. Das Gebäude für das Archiv erwarb der Historiker und Akademiker G.F. Miller. 1783 wurde N.N. Bantysh-Kamensky Leiter des Archivs, der diesem Dienst 52 Jahre widmete. Die von ihm und seinen Kollegen erstellten Verzeichnisse sind bis heute bei Forschern des Russischen Staatsarchivs für alte Akten gefragt, in das im 20. Jahrhundert die Dokumente des Moskauer Archivs der Kollegium für Auswärtige Angelegenheiten aufgenommen wurden.
Lange Zeit wurde das Archiv von dem Diplomaten und Historiker A.F. Malinowski geleitet, dem Bruder des Direktors des Zarskoselsker Lyzeums und Freund der Familie Puschkin. Alexander Sergejewitsch Puschkin besuchte das Archiv mehrfach auf der Suche nach Materialien für die "Geschichte des Pugatschow-Aufstands". Nikolai Michailowitsch Karamzin studierte hier alte Dokumente für seine "Geschichte des russischen Staates".
Im Jahr 1808 wurde das Gebäude nach den Plänen des Architekten F.K. Sokolov umgebaut. Etwa zur gleichen Zeit wurde die Kommission zur Drucklegung von Staatsurkunden und Verträgen gegründet, in der Spezialisten für Altertümer, bekannte Philologen und Historiker arbeiteten.
Während des Krieges von 1812 wurden wertvolle Dokumente und ein Teil des Personals nach Nischni Nowgorod evakuiert, aber im Archiv blieben viele wichtige Dokumente und die Bibliothek. Am 5. September wurde das Archiv teilweise von napoleonischen Soldaten geplündert, aber bereits ein Jahr später nahm es die Arbeit wieder auf.
Im Laufe der Zeit konnte das Gebäude nicht mehr alle Dokumente fassen, und das Archiv wurde auf verschiedene Orte verteilt, einschließlich der Waffenkammer.
Ende des 19. Jahrhunderts, nach dem endgültigen Umzug des Archivs, ging das Gebäude in den Besitz der Russischen Musikalischen Gesellschaft über, wo die Musikklassen des Moskauer Konservatoriums untergebracht wurden. 1882 wurde es von der Druckerei von Peter Jurgenson, dem Herausgeber musikalischer Werke, abgelöst.
P.I. Jurgenson veröffentlichte erstmals in Russland die vollständigen Werke von Beethoven, Chopin und anderen europäischen Komponisten. Die "Notenkammern" wurden von vielen russischen Komponisten besucht. Der oft hier verweilende P.I. Tschaikowski schrieb an Jurgenson: "Ich liebe dein zurückgezogenes Archiv mit seinen phänomenal dicken Wänden, seiner malerischen Lage und Charakteristik schrecklich."
Im Jahr 1918 wurde die Firma nationalisiert und arbeitete weiter als Abteilung des Musikalischen Amtes des Volkskommissariats für Bildung, dann als Staatliches Musikalisches Verlagshaus (Muzgiz) und seit 1964 als Verlag "Musik".
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