Die Namen der bekanntesten und gefährlichsten Geheimdienste der Welt, wie KGB, Stasi, CIA und Mossad, sind vielen bekannt. Zu seiner Zeit gehörte auch die rumänische Securitate, gegründet von dem Nachkommen russischer Emigranten Mikhail Nikolajewitsch Moruzow, zu den stärksten. Er begann seine Karriere bei der Polizei, stieg jedoch dank seiner geschäftlichen Fähigkeiten und analytischen Intelligenz schnell auf. Während des Ersten Weltkriegs wechselte Moruzow zum Militärgeheimdienst und war aktiv, indem er 156 deutsche und bulgarische Agenten enttarnte. Ein besonderer Erfolg war die Aufdeckung einer Gruppe sowjetischer Bolschewiken, die versuchten, in Rumänien Falschgeld zu verbreiten. Danach wurde Moruzow der führende Geheimdienstler des Landes.
1924 übernahm er die Leitung des neuen Geheimdienstes, der Securitate, was "Sicherheit" bedeutet. Dank eines breiten Netzwerks von Informanten erhielt Mikhail Nikolajewitsch schnell die benötigten Informationen und rekrutierte sogar mehrere Agenten des britischen MI-6 und des deutschen Geheimdienstes. Moruzow war ein Befürworter des technischen Fortschritts und empfahl seinen Mitarbeitern, Telefonüberwachungen und Audioaufzeichnungen zu nutzen. Sein Büro war mit Spiegeln ausgestattet, um Besucher heimlich zu beobachten. Er scheute sich auch nicht, Kompromat über hochrangige Persönlichkeiten zu sammeln.
Die größte Aktivität des rumänischen Geheimdienstes fiel in die späten 1930er Jahre. Zu diesem Zeitpunkt hatte Moruzow viele Feinde, darunter besonders gefährliche Mitglieder der profaschistischen Organisation "Eiserne Garde". Im Jahr 1940, als Marschall Antonescu, der sich mit Hitler verbündet hatte, an die Macht kam, begann die Jagd auf unerwünschte Personen. Mikhail Nikolajewitsch konnte nicht fliehen, wurde verhaftet und später im Gefängnis ermordet. Das von ihm geschaffene Spionagenetzwerk funktionierte jedoch weiter und enttarnte Spione bis Ende der 1940er Jahre.
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