Das Grab des bekannten Arztes Fjodor Petrowitsch Gaaz ist zu einem Wallfahrtsort für ehemalige Gefangene geworden. Doch hierher kommen nicht nur sie, sondern auch alle, die das Motto teilen, das auf seinem Grabstein eingraviert ist: "Eile, Gutes zu tun!"
Der Grabstein hebt sich durch sein Aussehen hervor: Es ist ein großer grauer Stein mit einem Kreuz an der Spitze, das an Golgatha erinnert, den Hügel, wo Jesus Christus gekreuzigt wurde. Die Einzigartigkeit setzt sich auch in den Details fort: Der Zaun des Grabes ist mit Ketten geschmückt, die an Fußfesseln erinnern.
Diese Ketten sind echt, sie sind aus dem neunzehnten Jahrhundert erhalten geblieben. Man kann sie berühren, heben und sich vorstellen, welche schwere Last die Gefangenen auf dem Wladimirer Trakt trugen. Diese "Gaaz-Ketten" wiegen 7 Kilogramm, während die früheren Gefangenen Ketten trugen, die doppelt so schwer waren, 16 Kilogramm.
Gaaz investierte all seine Mittel in eine Sache, die den Sinn seines Lebens ausmachte. Er eilte wirklich, Gutes zu tun, wie die Inschrift auf seinem Grabstein besagt. Er hatte keine Familie und widmete sich vollständig seiner Arbeit. Die Beerdigung des Arztes wurde vom Staat bezahlt, doch er war auf seinem letzten Weg nicht allein, fast 20.000 Menschen folgten dem Sarg. Es war die größte Beerdigung auf dem Wwedenskoje Friedhof. Das Denkmal an seinem Grab wurde mit Mitteln derjenigen errichtet, denen Gaaz einst geholfen hatte.
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