Auf dem Grab des russischen Denkers steht der Satz: „Wer sich nicht auf das Unmögliche wagt, wird niemals das Mögliche erreichen.“ Bakunin lebte in London, zog dann nach Italien und ließ sich später in der Schweiz nieder, wo er an der Veröffentlichung der ersten Ausgabe der Zeitschrift „Volksangelegenheit“ teilnahm, aber bald die Redaktion verließ. Er unterschied sich in seinen Ansichten von Herzen, dessen Ideen ihm zu moderat erschienen, und näherte sich dem radikalen Revolutionär S.G. Nechayev. 1864, nach der Wiederherstellung der Beziehungen zu K. Marx, trat Bakunin der Internationalen Arbeitervereinigung bei, die als Erster Internationaler bekannt ist. Im Laufe der Zeit wurden die Anarchisten zu einer bedeutenden Fraktion in dieser Organisation und traten schließlich gegen die Marxisten auf. Bakunin versuchte, eine geheime Gesellschaft innerhalb des Internationalen zu schaffen, wofür er auf dem Haager Kongress 1872 ausgeschlossen wurde. Er starb am 19. Juni (1. Juli) 1876 in Bern. In den letzten Lebensjahren entwickelte Bakunin den Anarchismus als Doktrin des radikalen Individualismus, inspiriert von der Lehre M. Stirners. Er leugnete die Existenz objektiver historischer Kräfte und verband die Hoffnungen auf eine Revolution mit dem Bauernstand, im Gegensatz zu Marx, der an das Proletariat glaubte. Bakunin glaubte, dem Vorbild Rousseaus folgend, an die „Natur des Menschen“, die frei von den Einschränkungen ist, die Bildung und Gesellschaft auferlegen.
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