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Dmitri Mereschkowski

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Dmitri Mereschkowski (1865, 1941) war ein russischer Schriftsteller, Literaturkritiker und Übersetzer, der sich auch aktiv in der Gesellschaft engagierte und Interesse an Geschichte und Philosophie zeigte. Er war der Ehemann der bekannten Dichterin Zinaida Gippius und ging in die Geschichte der russischen Literatur als einer der Begründer des Symbolismus und des historiophilosophischen Romans ein. Mereschkowski wurde zehnmal für den Nobelpreis für Literatur nominiert.

Dmitri Mereschkowski wurde am 2. (14.) August 1865 geboren. Schon in seiner Kindheit interessierte er sich für Literatur und begann mit 15 Jahren, in Zeitschriften zu veröffentlichen. Nach dem Abschluss des Gymnasiums immatrikulierte er sich an der historisch-philologischen Fakultät der Universität Petersburg, die er erfolgreich abschloss.

Im Jahr 1888 erschien Mereschkowskis erstes Buch "Gedichte", und vier Jahre später der zweite Band "Symbole". Neben Gedichten und Prosa beschäftigte er sich aktiv mit Übersetzungen, und bis 1896 wurden seine Übersetzungen der Tragödien von Sophokles, Aischylos und Euripides veröffentlicht.

1902 gründeten Mereschkowski und Gippius die religiös-philosophische Zeitschrift "Neuer Weg", in der sie Werke zu religiösen Themen veröffentlichten. Sie leiteten die Zeitschrift bis 1904, als sie sie aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit der Redaktion verließen.

Im Jahr 1905 veröffentlichte Mereschkowski die Trilogie "Christus und Antichrist", die ihm europäische Bekanntheit einbrachte. Danach widmete er sich der Literaturkritik und der geistlich-religiösen Aufklärungsarbeit und schrieb Essays über Schriftsteller wie Dostojewski, Maikov, Puschkin und Calderón.

Während er mit seiner Frau in Paris lebte, erlangte Mereschkowski den wohlverdienten Ruhm. Manchmal reiste er nach Russland, aber nach der Oktoberrevolution und dem Machtantritt der Bolschewiki emigrierte er und blieb in Paris. 1927 gründete er zusammen mit seiner Frau die literarisch-philosophische Gemeinschaft "Grüne Lampe".

Später vertiefte sich Mereschkowski in die philosophische Prosa und reflektierte über die Vergangenheit und Zukunft der Menschheit. Zu seinen Werken gehören "Napoleon" (1929), "Jesus der Unbekannte" (1933) und "Dante" (1939).

Dmitri Mereschkowski war mit Zinaida Gippius verheiratet, sie hatten keine Kinder. Sie lebten 52 Jahre zusammen und waren ein bekanntes Ehepaar des Silbernen Zeitalters. Ihre geistige Verbindung war sehr stark, obwohl Gippius ihren Mann oft eifersüchtig auf seine Freundinnen beobachtete.

Dmitri Mereschkowski starb am 9. Dezember 1941 in Paris an einer Gehirnblutung.

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