Das Haus-Museum des Helden der Sowjetunion Michail Petrowitsch Dewjatajew ist eine der bekanntesten kulturell-historischen Einrichtungen in der Republik Mordowien. Das Museum, das im Zentrum des Dorfes Torbeewo liegt, ist dem Menschen gewidmet, dessen Name weltweit bekannt ist. Neben dem Museum steht ein Denkmal für Dewjatajew, und am Eingang zum Dorf kann man ein Flugzeug MiG-17 sehen, das seinen heldenhaften Ausbruch aus der faschistischen Gefangenschaft symbolisiert.
Das Museum wurde am 8. Mai 1975, zum 30. Jahrestag des Großen Sieges, in dem Haus eröffnet, in dem Michail Petrowitsch geboren und lebte. Im Jahr 1978 wurde es eine Filiale des vereinigten republikanischen Heimatmuseums von Mordowien. Heute beherbergt das Museum 3700 Exponate, darunter Briefe, Fotos, Dokumente und persönliche Gegenstände von Dewjatajew.
Nach der Erweiterung des Museums wurden zwei Säle eröffnet: ein ethnographischer Saal und ein Saal des Großen Vaterländischen Krieges. Im Jahr 2005, zum 60. Jahrestag des Sieges, wurde das Gebäude des Museums umfassend renoviert und neu ausgestellt. Im ethnographischen Saal ist die Einrichtung eines Bauernhauses der 20-30er Jahre des 20. Jahrhunderts sowie Haushaltsgegenstände und traditionelle Kleidung, die der Familie Dewjatajew gehörten, zu sehen.
Der zweite Saal erzählt von Leben und Heldentaten Dewjatajews. Nach dem Abschluss der acht Klassen besuchte er die Schifffahrtsschule in Kasan und war im Luftsportverein aktiv. Während des Krieges führte Dewjatajew 180 Kampfeinsätze durch und schoss 9 feindliche Flugzeuge ab. Im Jahr 1944 wurde er gefangen genommen, aber am 8. Februar 1945 gelang ihm der kühne Ausbruch mit einem erbeuteten deutschen Flugzeug.
Am 15. August 1957 wurde Michail Petrowitsch der Titel Held der Sowjetunion verliehen. Im Museum sind seine Auszeichnungen, Dokumente und Souvenirs aus verschiedenen Ländern ausgestellt. Besonders auffällig sind die Exponate, die aus dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen an das Museum übergeben wurden und von den Gräueltaten der Faschisten zeugen.
Michail Petrowitsch beschrieb seine Erfahrungen in dem Buch "Flucht aus der Hölle", das als Mahnung für die junge Generation dient. Er war mit bekannten Persönlichkeiten wie A.I. Pokryschkin und S.P. Koroljow bekannt, was durch Fotos im Museum belegt wird. Dewjatajew ist Ehrenbürger von Mordowien und anderen Städten.
Nach dem Krieg kehrte er nach Kasan zurück und wurde Kapitän des Passagierschiffs "Rakete". Im Museum wird seine Kapitänsuniform aufbewahrt. Michail Petrowitsch hielt Kontakt zu seiner Heimat Mordowien, kam oft nach Torbeewo und besuchte das Museum. Die Mitarbeiter des Museums pflegen den Schriftverkehr mit seinem Sohn und organisieren verschiedene Veranstaltungen.
Das Museum nimmt aktiv am kulturellen Leben des Bezirks teil, arbeitet mit Bildungseinrichtungen zusammen und organisiert Ausstellungen, die den Heldentaten des Volkes im Großen Vaterländischen Krieg gewidmet sind. Im Jahr 2006 wurde eine ethnographische Expedition durchgeführt, und im Jahr 2017, zum 100. Jahrestag von Dewjatajew, fand ein Jubiläumsprogramm mit der Teilnahme seiner Verwandten und Gästen aus verschiedenen Städten statt.
Somit spielt das Haus-Museum von Michail Petrowitsch Dewjatajew eine wichtige Rolle im kulturellen Leben des Bezirks und trägt zur Bewahrung des historischen Gedächtnisses bei.
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